Neues Volksblatt: "Sicherheit" (von Herbert Schicho)

Ausgabe vom 3. Jänner 2014

Linz (OTS) - Man will sich einfach sicher fühlen und keine Angst haben. Dazu gehört auch, dass man darauf vertrauen kann, dass im Notfall die Polizei rasch zu Hilfe ist und die richtigen Schritte setzen kann. In Österreich ist das eine Selbstverständlichkeit und es soll auch künftig so bleiben. Gerade deshalb ist klar, dass sich die Polizei laufend anpassen muss. Spurensicherung a la Dorfgendarm Dimpfelmoser - bekannt aus dem Roman Räuber Hotzenplotz - hat in unserer Zeit kaum mehr Erfolgschancen. Heutzutage braucht es Teamarbeit und Spezialisten. Gerade kleinere Dienstposten kommen dann allerdings an die Machbarkeitsgrenze, außerdem geht viel Kapazität für bürokratische Notwendigkeiten drauf. Es scheint daher durchaus sinnvoll, kleinere Posten zu schließen. Auch hilft dem Sicherheitsgefühl kein Türschild. Man misst es nicht in Wachstuben, sondern es geht darum, dass die Polizei Präsenz vor Ort zeigt.
Die Sicherheit ist ein Grundbedürfnis, das die Politik zu gewährleisten hat. Leider wird in der Politik aber auch manchmal falsches Spiel damit betrieben und Angst im Namen der Sicherheit fabriziert. Die FPÖ wettert gegen die Schließung von Polizeiposten, obwohl es noch nichts Konkretes gibt. Gleichzeitig wird gefordert, die Polizisten von der Bürokratie zu entlasten, damit sie mehr Präsenz auf der Straße zeigen können. Dass sich hier die Katze am Schwanz beißt, sollte jedem klar sein.

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