Dietmar Wassermann: "Die Anschuldigungen sind haltlos!"

Unternehmer Dietmar Wassermann wehrt sich gegen die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft München

Klagenfurt (OTS) - Sehr geehrte Damen und Herren!

Anbei nehme ich zu den gegen mich erhobenen Vorwürfen Stellung. Fakt ist: Es gibt einen Auslieferungsantrag der Staatsanwaltschaft München, gegen den von meinem Anwalt Ferdinand Lanker Beschwerde beim OLG Graz eingelegt wurde. Im Vertrauen auf die österreichische Justiz hoffe ich, dass der Beschwerde stattgegeben wird, weil die mir zur Last gelegten Vorwürfe allesamt unrichtig sind.
Meine Hoffnung stützt sich vor allem auf ein Gutachten, das von der Staatsanwaltschaft Klagenfurt in Auftrag gegeben wurde und das sich mit meinen Firmenkonstruktionen beschäftigte. Laut dem umfangreichen Gutachten ist alles rechtens und nachvollziehbar. Daher stellte die österreichische Staatsanwaltschaft im Jänner 2013 ein gegen mich laufendes Verfahren wegen Geldwäsche ein. Beim Verfahren wegen des Auslieferungsantrages wurden vom Landesgericht Klagenfurt weder das Gutachten noch die Zeugenaussagen berücksichtigt, die meine Unschuld untermauerten.
Außerdem muss man wissen, wie der Fall ins Rollen kam. Meine Firma HMS hat Abo-Aufträge von einem Callcenter gekauft und an die deutschen Firmen weiterverkauft. Diese vermittelten die Aufträge an die deutsche Firma VSR. Die hat in Deutschland die Vorsteuerrückerstattungsansprüche geltend gemacht. Die Steuerbehörde wollte nicht zahlen, der Fall wurde bis in die letzte Instanz ausjudiziert. Das Ergebnis: Der VSR wurde das Geld zugesprochen. Die Steuerbehörde erhielt eine Weisung des Ministeriums, das Geld auszuzahlen. Anstatt der Weisung nachzukommen, setzte sich die Behörde mit der Steuerfahndung in Verbindung und erklärte am 19. Feber 2013, dass es wünschenswert sei, vor dem Auszahlungstermin Untersuchungsmaßnahmen durchzuführen, um die Auszahlung zu verhindern (siehe beiliegenden Aktenvermerk der Staatsanwaltschaft). Aufgrund der mir gewährten Akteneinsicht musste ich feststellen, dass der angebliche Schaden 669.634 Euro betragen könnte und nicht, wie von der Staatsanwaltschaft München suggeriert, rund 3,7 Millionen Euro. Außerdem ist kein Schaden entstanden, weil vom Finanzamt kein Geld ausbezahlt wurde. Dazu kommt, dass die einzige Firma, bei der ich in diesem Zusammenhang Einblick nehmen konnte, die NTMS GmbH, bei der mein Sohn Daniel Wassermann geschäftsführender Gesellschafter ist, 1,2 Millionen Euro ordnungsgemäß angemeldet und entrichtet hat und keine Steuerschuld besteht. Auch diese Firma soll laut Staatsanwaltschaft München eine Briefkasten- oder Scheinfirma sein. Dabei existiert sie seit 2008 und hat vier Steuerprüfungen überstanden. Deshalb wird mein Sohn in dieser Causa auch nicht mehr als Beschuldigter geführt.
Auch die weiteren von der Staatsanwaltschaft München erhobenen Vorwürfe sind falsch. Die HMS wurde nicht, wie fälschlich behauptet, für die oben genannten Geschäfte gegründet, die von 2009 bis Ende 2013 liefen, sondern bereits 1996. Sie ist auch keine Briefkasten-oder Scheinfirma, sondern hat in der Realität am Geschäftsleben teilgenommen. Alle Umsätze wurden ordnungsgemäß verbucht und die entsprechenden Erklärungen abgegeben. Die Firma hat weder in Österreich noch in Deutschland Steuern hinterzogen. Weiters ist auch falsch, dass ein Großteil der Firmen, mit denen ich in Deutschland zusammengearbeitet habe, der Liquidation oder Insolvenz zugeführt wurden. Von den elf Firmen musste eine Konkurs anmelden, und eine wurde vor drei Jahren liquidiert. Alle anderen bestehen noch.
Die bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt eingegangenen Sachverhaltsdarstellungen kommen ausschließlich von Hansjörg Berger, dem Minderheitsgesellschafter der BB & Partner, und von zwei aus der KTZ ausgeschiedenen Redakteuren.

Mein Fazit: Die deutsche Steuerbehörde macht es sich leicht - anstatt Geld auszuzahlen, leitet sie ein Strafverfahren ein.

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Dietmar Wassermann
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