Wohlmuth: Beschäftigungsgarantie für Ältere und Bonus-Malus-System jetzt zügig umsetzen

Regierung setzt richtige Maßnahmen für mehr altersgerechte Arbeitsplätze

Wien (OTS/SK) - Ältere Arbeitnehmer sind nach wie vor überdurchschnittlich stark von Arbeitslosigkeit betroffen, das zeigen die aktuellen Arbeitsmarktdaten. "Wir brauchen eine Reform der Arbeitswelt mit mehr altersgerechten Arbeitsplätzen, die es den Menschen ermöglicht, länger gesund im Erwerbsleben zu bleiben", betont der Generalsekretär des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ) Andreas Wohlmuth. Wohlmuth begrüßt daher die im Regierungsvertrag festgeschriebenen Maßnahmen für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, "allen voran die Beschäftigungsgarantie für Ältere und das Bonus-Malus-System für Unternehmen - Forderungen, für die sich der PVÖ lange stark gemacht und die SPÖ durchgesetzt hat." Es sei richtig, dass die Regierung hier einen Schwerpunkt setze und den Fokus auf die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer lege. "Das ist auch im Hinblick auf die Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters wichtig", so Wohlmuth am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Mit Arbeitsmarktmaßnahmen wie der Ausbildungsgarantie für Jugendliche sei Österreich zum Vorbild für ganz Europa geworden: "Auch die aktuellen Zahlen belegen, dass die Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen rückläufig ist." Der PVÖ-Generalsekretär ist überzeugt, dass Österreich mit der Beschäftigungsgarantie für Ältere ein weiteres Best-Practise-Beispiel in Europa setzen wird. "Viele ältere Arbeitnehmer werden von Unternehmern regelrecht aus der Arbeitswelt und damit direkt in die Arbeitslosigkeit oder die Frühpension gedrängt", kritisiert Wohlmuth. "Diese Unternehmen müssen für ihre Praktiken künftig einen Malus zahlen, wer Ältere hingegen fördert, erhält einen Bonus. Das ist ein faires System", so Wohlmuth. "Ziel muss es sein, die Menschen länger gesund im Erwerbsleben zu halten. Da sind auch Präventivmaßnahmen wichtig, wie etwa das Programm 'fit 2work', das die Regierung schon vor einiger Zeit ins Leben gerufen hat, damit Menschen nicht aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheiden müssen."

Eine Erhöhung der Erwerbsquote älterer Arbeitnehmer liege im Interesse der ganzen Gesellschaft, besonders im Hinblick auf das Pensionssystem. "Es macht ja keinen Sinn, einfach das gesetzliche Pensionsantrittsalter anzuheben, wenn es nicht genügend altersgerechte Arbeitsplätze gibt." Die Basis dafür sei geschaffen, um ältere Arbeitnehmer länger in der Arbeitswelt zu halten und damit auch das Pensionssystem langfristig zu sichern. "Jetzt muss es darum gehen, diese Maßnahmen so schnell wie möglich umzusetzen", fordert Wohlmuth, "dann werden wir hier in wenigen Jahren positive Ergebnisse zu verzeichnen haben." (Schluss) sc/mo

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