"matinee"-Doppel am 5. und 6. Jänner: "Was Sie schon immer über Klassik wissen wollten" und Neujahrskonzert-Dakapo

Außerdem Dokus über Gustav Klimt, Schloss Schönbrunn und "Backstage - Das Neujahrskonzert 2014"

Wien (OTS) - Zwei abwechslungsreiche Kulturvormittage bietet das kommende Feiertagswochenende in ORF 2:

Die erste Sonntags-"matinee" des neuen Jahres am 5. Jänner 2014 beginnt um 9.05 Uhr in ORF 2 mit der "drittschönsten Nebensache der Welt" - so bezeichnen die Autoren des humorvollen Dokumentarfilms "Was Sie schon immer über Klassik wissen wollten" ihre an Slapstick reiche Betrachtung des Genres. Darin mischen die beiden Vollblutmusiker wie -komiker Aleksey Igudesman und Richard Hyung-ki Joo die Welt der klassischen Musik gnadenlos auf. Die um 10.05 Uhr anschließende Dokumentation "Gustav Klimt - Der Geheimnisvolle" von Herbert Eisenschenk widmet sich nicht nur dem bedeutenden österreichischen Künstler, sondern erforscht auch die verschlungenen Wege der heutigen Rezeption seines einzigartigen Schaffens, das -weit über das übliche Maß - auch einer großen Zahl von Menschen ein Begriff ist, die sonst wenig an Kunst interessiert sind.

Die "matinee" am Dreikönigstag, am Montag, dem 6. Jänner, steht im Zeichen des diesjährigen Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker:
Nach dem ORF-Film "Backstage - Das Neujahrskonzert 2014" um 9.35 Uhr, der gestern in der Konzertpause hinter die Kulissen des weltberühmten Klassik-Events blickte, zeigt ORF 2 um 10.00 Uhr ein Dakapo des Konzerts. Eine weitere Reprise beider Sendungen ist außerdem schon am Samstag, dem 4. Jänner, um 20.15 Uhr in 3sat zu sehen.
Den Auftakt zur Dreikönigs-"matinee" macht um 9.05 Uhr die Dokumentation "Schloss Schönbrunn: Das neue Imperium" von Eva Klimek, die den weiten Weg der Restaurierung des österreichischen UNESCO-Weltkulturerbes schildert.

Die Sendungen im Detail:

Sonntag, 5. Jänner 2014:

"Was Sie schon immer über Klassik wissen wollten" (9.05 Uhr)

Im Mittelpunkt des Films steht die - laut Machern - drittschönste Nebensache der Welt, die klassische Musik, präsentiert und gespielt von Aleksey Igudesman und Richard Hyung-ki Joo. Beide sind Vollblutvirtuosen, als Musiker wie als Komiker. In Tönen und Worten mischen sie die Klassikwelt gnadenlos auf: Tastentiger Lang Lang muss sich im Karatekampf bewähren, Geiger Renaud Capucon im Geigenbogen-Weitwurf und Hilary Hahn im schamlosesten Interview ihrer Karriere. Auf und hinter der Bühne brillieren Igudesman und Joo an der Seite von Sir Roger Moore und der Geigerin Janine Jansen, die in dem Film zeigt, dass sie auch das Zeug zur Komödiantin besitzt. Darüber hinaus bringt der Film von Daniel Finkernagel und Alexander Lück spektakuläre Enthüllungen aus der Popwelt: Kim Wilde entdeckt ihre (unerwiderte Liebe) zur Geige und Musiker der Kultbands Ultravox, Tears for Fears oder Styx demonstrieren, was sie vom großen Meister Beethoven gelernt haben.

"Gustav Klimt - Der Geheimnisvolle" (10.05 Uhr)

Als Gustav Klimt 1862 in eine ärmliche Wiener Handwerkerfamilie geboren wurde, stand Europa am Beginn epochaler Veränderungen. Wien verkörperte zu dieser Zeit wie keine andere europäische Stadt das Leben einer behaglichen Gesellschaft, für die Kunst vor allem die Verwirklichung eines unschuldigen und harmlosen Traumes bedeutete. Der hochbegabte Maler Klimt begann seine künstlerische Karriere zunächst mit der Fertigung dieser harmlosen Kunst, machte sich aber später u. a. als Mitbegründer der Sezessionisten einen Namen und leistete gegen die Kommerzialisierung der Kunst heftigen Widerstand. In seiner Dokumentation blickt Herbert Eisenschenk nicht nur hinter die schillernde historische Künstlerpersönlichkeit Gustav Klimts, sondern erforscht auch die verschlungenen Wege der heutigen Rezeption seiner einzigartigen Kunst.

Montag, 6. Jänner 2014:

"Schloss Schönbrunn: Das neue Imperium" (9.05 Uhr)

980 Denkmäler in 160 Ländern tragen - mit Stand Juni 2013 - das UNESCO-Prädikat "Welterbe", 759 davon sind als Kulturdenkmäler und 193 als Naturdenkmäler gelistet, weitere 29 Denkmäler werden sowohl als Kultur- als auch als Naturerbe geführt. Nur zwei Stätten finanzieren sich ohne Zuschüsse der öffentlichen Hand selbst: der Tower of London und das Schloss Schönbrunn. In Wien wurde der barocke Sommersitz von Kaiserin Maria Theresia vor 20 Jahren einer privaten Kultur- und Betriebsgesellschaft übertragen. Das Projekt ist eine Erfolgsstory. Aus einem abgewirtschafteten Areal wurde ein Herzeigeobjekt: 6,7 Kilometer restaurierte Fassaden, wieder sprudelnde Brunnen, ein instand gesetztes Interieur. Die Dokumentation von Eva Klimek schildert den oftmals sehr weiten Weg der Restaurierung und diskutiert die Frage: Wie viele Besucherinnen und Besucher verträgt das Weltkulturerbe Schönbrunn?

"Backstage - Das Neujahrskonzert 2014" (9.35 Uhr)

Der traditionelle ORF-Film in der Pause des Neujahrskonzerts kam heuer von Felix Breisach: Unter dem bezeichnenden Titel "Backstage -Das Neujahrskonzert 2014" wirft der Filmemacher darin einen Blick hinter die Kulissen des weltberühmten Kulturereignisses. Über fast ein Jahr erstrecken sich die Vorbereitungen dazu: Breisach verfolgt mit der Kamera u. a. die Arbeit an den außergewöhnlichen Kostümkreationen des Hauses Westwood, die ersten Proben des Orchesters sowie die Produktion der beiden von Ashley Page choreographierten Tanzeinlagen im prunkvollen Stadtpalais Liechtenstein. Der rund 25-minütige Film zeigt den enormen Einsatz der ORF-Technik und auch den großen Arbeitsaufwand, der nötig ist, um den Musikverein mit der Blumenpracht zu schmücken.

Dakapo für das "Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker" (10.00 Uhr)

Traditionell wiederholt der ORF am Dreikönigstag das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker, das heuer wieder ein Millionenpublikum erreichte: Bis zu 1,197.000 Zuseherinnen und Zuseher verfolgten die von Daniel Barenboim bereits zum zweiten Mal dirigierte musikalische Grußbotschaft Österreichs an die Welt. Die Wiener Philharmoniker würdigten damit sowohl das 25-Jahr-Jubiläum ihrer Zusammenarbeit mit dem Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den Linden in Berlin als auch Daniel Barenboims künstlerisches Wirken sowie sein weltweit beachtetes, von hohem persönlichen Mut getragenes Bemühen, Brücken zu bauen und scheinbar Unversöhnliches zu versöhnen. Neben der Musik der Strauß-Familie erklingen u. a. auch Töne von zwei Neujahrskonzert-Debutanten. Das Stadtpalais Liechtenstein, das nach umfassenden Renovierungsarbeiten wieder in all seiner Pracht erstrahlt, ist Schauplatz für die Balletteinlagen des Wiener Staatsballetts. Die Choreographie stammt wie im Vorjahr von Ashley Page. Die große Sensation des Neujahrskonzertes 2014 ist die Kostümbildnerin für die Wiener Tänzerinnen und Tänzer: Keine Geringere als Vivienne Westwood konnte für die fantasievollen Kreationen gewonnen werden.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0006