"profil": Haftbefehl gegen "KTZ"-Geschäftsführer Wassermann

Dietmar Wassermann von deutscher Justiz per Haftbefehl wegen mutmaßlicher Steuerhinterziehung gesucht

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Freitag erscheinenden Ausgabe berichtet, liegt gegen Dietmar Wassermann, Geschäftsführer der "Kärntner Tageszeitung", ein im August 2013 vom Amtsgericht München ausgestellter Haftbefehl vor. Die deutschen Behörden werfen dem Unternehmer "gemeinschaftliche (bandenmäßige) Steuerhinterziehung" in 28 Fällen vor.

"Die Beschuldigten (neben Wassermann elf weitere Personen, Anm.) haben grenzüberschreitende Bandenstrukturen geschaffen und sind wohlorganisiert", heißt es in dem Dokument. Mithilfe eines so genannten Umsatzsteuerkarussells sollen Wassermann und seine Kompagnons den deutschen Staat innerhalb von zwei Jahren um "mindestens 3.790.235,22 Euro" erleichtert haben. Wie Sprecher der Staatsanwaltschaft Klagenfurt und des Landesgerichts Klagenfurt bestätigen, haben die deutschen Behörden ein Übergabeverfahren - also die Auslieferung Wassermanns - beantragt. Denn: "Der Beschuldigte hat aufgrund der immensen Schadenshöhe und seiner erheblichen Vorstrafen im Falle einer Verurteilung mit einer empfindlichen Freiheitsstrafe zu rechnen, die nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden kann". Es sei nicht zu erwarten, dass sich der Beschuldigte dem Verfahren freiwillig stellen werde.

Der Kärntner Unternehmer gibt sich, von "profil" um Stellungnahme zu den schweren Vorwürfen gebeten, ahnungslos: "Offensichtlich haben Sie einen Wissensvorsprung." Er habe Deutschland seit Jahren nicht betreten, sei dort nicht geschäftlich tätig und auch keinen Steuerbescheid erhalten. Laut Auskunft der Kärntner Behörden hat Wassermann jedoch Beschwerde gegen das Übergabeverfahren eingebracht. Deshalb liegt der Ermittlungsakt nun seit Dezember beim Oberlandesgericht Graz, welches demnächst über seine Auslieferung zu entscheiden hat.

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