Neues Volksblatt: "Leichtsinn" von Heinz Wernitznig

Ausgabe vom 2. Jänner 2014

Linz (OTS) - Die Kracherei zu Silvester gehört wie das Amen zum Gebet. Schließlich soll das neue Jahr ordentlich begrüßt werden. Ebenso unvermeidlich scheinen die dabei entstehenden Verletzungen zu sein. Leichtsinn gepaart mit unsachgemäßer Handhabung unter Alkoholeinfluss kosten Jahr für Jahr mehreren Landsleuten Gliedmaßen, Augenlicht oder im schlimmsten Fall sogar das Leben wie heuer in Niederösterreich. Ob dieses sinnlose Leid für die Betroffenen und deren Angehörige verhindert werden kann, ist fraglich. Denn die Aufklärung über die Gefahren ist um den Jahreswechsel ebenso intensiv wie die Polizeikontrollen bei der Einfuhr illegaler und deshalb noch gefährlicherer Pyrotechnika. Die effizienteste Maßnahme in Form eines gänzlichen Verbots von Knallern, Raketen & Co ist - Schadstoff- und Lärmbelastung hin oder her - nicht realistisch. Schließlich wird das Autofahren auch nicht verboten, weil einige schwarze Schafe alkoholisiert oder unter Drogeneinfluss am Steuer unterwegs sind. Außerdem würde jeder, der es unbedingt knallen lassen will, Weg finden, um zu den gewünschten Materialien zu kommen. Somit obliegt es der Eigenverantwortung jedes Einzelnen, sich zu überlegen, ob man das Feuerwerk zu Silvester nicht lieber anderen - geübteren - überlässt und stattdessen das gesparte Geld einem gemeinnützigen Projekt zugute kommen lässt.

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