ÖAMTC: 2013 erstmals weniger als 500 Tote im Straßenverkehr

Fahrzeuge werden immer sicherer, Sicherheitsbewusstsein der Autofahrer steigt

Wien (OTS) - 2013 sind auf Österreichs Straßen gemäß vorläufigen Zahlen des BMI 453 Menschen ums Leben gekommen (2012: 531). Damit ist die Zahl der Verkehrstoten erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1969 auf unter 500 gesunken. "Positiv ist, dass es vor allem bei den tödlich verunglückten Pkw-Insassen einen starken Rückgang gibt", erklärt ÖAMTC-Verkehrsexperte David Nosé. "Das hat einerseits mit der laufend verbesserten Technik der Fahrzeuge zu tun, andererseits entwickelt sich auch das Sicherheitsbewusstsein der Autofahrer positiv."

Einen Schritt nach vorne hat es dank der kontinuierlichen Sicherheitsarbeit der Asfinag auch beim Unfallgeschehen auf Autobahnen und Schnellstraßen gegeben. "2012 waren im höherrangigen Straßennetz noch 64 Verkehrstote zu beklagen. 2013 ist diese Zahl auf 37 zurückgegangen", fasst Nosé zusammen. Ein Rückgang von 39 (2012) auf 19 Getötete (2013) war schließlich auch bei den Unfällen unter Alkoholeinfluss zu beobachten. "Vermutlich hat die erhöhte Überwachungsdichte gepaart mit dem Einsatz der Alkohol-Vortestgeräte sowie eine verstärkte Bewusstseinsbildung zu dieser positiven Entwicklung geführt", so der ÖAMTC-Experte.

Eine etwas andere Entwicklung haben die Unfallzahlen 2013 im untergeordneten Straßennetz genommen. Während auf den Landesstraßen B (den ehemaligen Bundesstraßen) noch ein Rückgang bei der Zahl der Verkehrstoten zu beobachten war, gab es auf den Landesstraßen L eine Zunahme (2012: 135 tödlich Verunglückte, 2013: 153). "Um diese Situation zu verbessern, müssen auch im untergeordneten Netz Maßnahmen wie Straßenverkehrssicherheitsuntersuchungen durchgeführt werden", fordert der ÖAMTC-Experte.

2013 hat sich auch einmal mehr bestätigt, dass Motorradfahrer zu den Risikogruppen im Straßenverkehr zählen. "2012 sind 68 Motorrad-und Leichtmotorradfahrer auf Österreichs Straßen ums Leben gekommen. Heuer waren es 89", erklärt Nosé. "Leider gibt es unter den motorisierten Zweiradfahrern viele Wiedereinsteiger, die ihr Fahrzeug nicht ausreichend gut beherrschen und ihr Können oftmals überschätzen." Hier können Kurse, wie sie beispielsweise von der ÖAMTC Fahrtechnik angeboten werden, Abhilfe schaffen.

Nicht angepasste Geschwindigkeit weiter Unfallursache Nummer 1

Auch wenn sich das Sicherheitsbewusstsein der Verkehrsteilnehmer generell in die richtige Richtung entwickelt, ortet der ÖAMTC-Verkehrsexperte noch Problembereiche: "Die häufigste Unfallursache bleibt nach wie vor das Fahren mit falsch gewähltem Tempo (31,0 %). Zwar hat es 2013 wegen nicht angepasster Geschwindigkeit weniger Verkehrstote als im Vorjahr gegeben, dennoch muss hier weiterhin Aufklärungsarbeit geleistet werden." Eine wichtige Rolle bei den Unfallursachen spielt auch die Ablenkung. 12,2 % der Verkehrstoten kamen auf Österreichs Straßen ums Leben, weil ihre Aufmerksamkeit von der Straße abgelenkt oder sie unkonzentriert waren.

"Während der Fahrt muss die Konzentration auf dem Fahren liegen. Jegliche Art der Ablenkung, wie Hantieren mit dem Handy, Bedienung des Navis und dergleichen ist zu vermeiden", so lautet die abschließende Empfehlung des ÖAMTC-Verkehrsexperten für ein konfliktfreies Miteinander im Straßenverkehr. "Wer zudem vorausschauend fährt und mit Fehlern Anderer rechnet, die Geschwindigkeit so wählt, dass man noch rechtzeitig stehen bleiben kann und genügend Abstand zum Vordermann hält, leistet einen weiteren wertvollen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit."

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