Hilfswerk-Präsident Othmar Karas fordert gemeinsame Kraftanstrengung zur Integration der Pflegeausbildung in das Regelbildungswesen

Karas: "Regierungsprogramm weist den Weg, aber jetzt heißt es Ärmel aufkrempeln und handeln!"

Wien (OTS) - "Ich bin höchst erfreut, dass die langjährige Forderung des Hilfswerks, die Pflegeausbildung ins Regelbildungswesen zu integrieren, nun endlich im Regierungsprogramm steht. Jetzt müssen aber Taten folgen!", fordert Hilfswerk-Präsident Othmar Karas. "Besonders dringend ist die flächendeckende Einführung von berufsbildenden höheren Schulen für Sozial- und Pflegeberufe, mit Maturaabschluss und Berufsberechtigung", so Karas.

"Den Absolventinnen und Absolventen winkt ein krisensicherer Beruf. Bereits jetzt sind Pflegekräfte sehr begehrt. Doch das wird in der Zukunft noch stärker der Fall sein, wenn die demografische Atempause in Österreich vorbei ist", so Karas weiter. "Derzeit benötigen viele Menschen der geburtenschwachen Jahrgänge der 30er Jahre Pflege und Betreuung, wenn die Baby-Boomer ab dem Geburtsjahr 1939 einmal Pflege brauchen, werden wir viel mehr Pflegepersonal brauchen", erklärt Karas.

"Die Integration der Pflegeausbildung in das Regelbildungswesen wird nicht von heute auf morgen erfolgen können - immerhin müssen dafür Gesundheitsministerium, Sozialministerium, Wissenschaftsministerium und Unterrichtsministerium sowie die Bundesländer, die in der Regel die Spitäler betreiben - intensiv zusammenarbeiten. Umso wichtiger ist es daher, sofort damit zu beginnen. Nur mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung ist das rechtzeitig zu schaffen", ist Karas überzeugt.

Aber nicht nur die Erstausbildung muss reformiert werden. "Eine Aufwertung der bestehenden Berufsbilder ist überfällig", sagt Karas. "Heimhilfen und Pflegehelfer/innen könnten durchaus mehr Tätigkeiten übernehmen, die bisher dem diplomierten Personal vorbehalten sind, womit diese wieder entlastet würden", so Karas weiter, der auch mehr Durchlässigkeit in den Sozial- und Gesundheitsberufen fordert.

"Wir brauchen weniger Hürden und mehr Anreize wie berufsbegleitende Aufschulungsangebote! Das Regierungsprogramm weist den Weg, aber jetzt heißt es Ärmel aufkrempeln und handeln!", so Karas abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Hilfswerk Österreich, Bundesgeschäftsstelle
Mag. Harald Blümel
Tel.: 01 / 40442 - 12, Mobil: 0676 / 8787 60203
harald.bluemel@hilfswerk.at
www.hilfswerk.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HLW0001