WEIHNACHTEN WIE WIR: 5,5 Millionen Euro Spenden für "Licht ins Dunkel"

Die Österreicherinnen und Österreicher bewiesen bei der "Licht ins Dunkel"-Sendung am Heiligen Abend wieder große Solidarität und Hilfsbereitschaft

Wien (OTS) - 5.485.317,04 Euro konnten bei der insgesamt 41. Aktion von "Licht ins Dunkel" und der 36. Fernsehsendung am Heiligen Abend im ORF bis Mitternacht gesammelt werden.

Den ganzen Tag über saßen Prominente, gemeinsam mit den Gardesoldaten des Österreichischen Bundesheeres, an den Spendentelefonen, um unter der Telefonnummer 0800 24 12 2013 die Spendenzusagen entgegenzunehmen. Für die reibungslose Abwicklung im Call Center im ORF-Zentrum - unterstützt von Call Centern in den ORF-Landesstudios -, sorgte Technologiepartner A1. Durch die nationale "Licht ins Dunkel"-Sendung des Tages führten Angelika Ahrens und Oliver Polzer, Marie-Claire Zimmermann und Roland Adrowitzer, Marjan Shaki und Lukas Perman, Alfons Haider, jeweils mit Unterstützung von Co-Moderator Andreas Onea. Ab 22.30 Uhr in ORF 2 lud Alfons Haider zur "Starweihnacht" mit prominenten Gästen ins "Licht ins Dunkel"-Studio. Alle ORF-Landesstudios begleiteten und unterstützten den großen Spendentag mit ihren eigenen, regionalen Fernseh- und Radiosendungen und auch ORF.at, ORF TELETEXT und die Radioprogramme Ö1, Ö3 und FM4 standen am Heiligen Abend im Zeichen von "Licht ins Dunkel".

Die Vormittagsstunden sind die Prime Time der Radios, und so präsentierte Hitradio Ö3 die Zwischenbilanz der "Ö3-Wundertüte" gleich zu Beginn der Sendung: 618.034 Euro sind bisher bei der insgesamt neunten Althandysammelaktion für bedürftige Familien in Österreich zusammengekommen. Auch "Licht ins Dunkel"-Präsident Kurt Nekula, Geschäftsführerin Eva Radinger, ORF-Leiterin der Aktion Sissy Mayerhoffer, und - für die korrekte Abwicklung der Spenden -, Präsident der Notariatskammer Dr. Werner Schoderböck, waren bereits seit den frühen Morgenstunden im Einsatz, um sich in den Dienst der guten Sache zu stellen und die Österreicherinnen und Österreicher wieder zur Mithilfe einzuladen, wenn es heißt, das "Licht ins Dunkel"-Konto zu füllen.

Kardinal Schönborn: "Solidarität ist das Stichwort für die nächsten Jahre"

Zur Mittagszeit, die punkt 12 Uhr mit dem Angelusläuten eingeläutet wurde, stellte sich als erster der prominenten Gäste Kardinal Christoph Schönborn ein. Im Gespräch mit Marie-Claire Zimmermann appellierte der Kardinal vor daran, nicht auf die Schwächsten zu vergessen: Schönborn: "Wir müssen alle Kräfte sammeln, in diesem Land und in Europa, denn wir sind in schwierigen Zeiten. Wir müssen schauen, wie die Solidarität in diesem Land erhalten bleibt, dass die Schwächeren nicht noch mehr geschwächt werden. Mehr Solidarität in der Welt ist, glaube ich, das Stichwort für die nächsten Jahre. Der soziale Frieden kann nur dann erhalten bleiben, wenn der Wohlstand halbwegs gerecht verteilt wird.", so der Kardinal.

Bundespräsident Fischer: Fairness und Anständigkeit in der Politik - Flüchtlingsproblematik im Auge behalten

Traditionsgemäß kam auch der Schirmherr von "Licht ins Dunkel", Bundespräsident Dr. Heinz Fischer - gemeinsam mit seiner Frau Margit Fischer -, in die "Licht ins Dunkel"-Weihnachtssendung, um auch persönlich am Spendentelefon mitzuhelfen. Im Hinblick auf die Vorjahreswünsche nach mehr Fairness, Sauberkeit und Geradlinigkeit in der Politik, meinte das Staatsoberhaupt: "Man muss diese Forderung immer aufstellen, das ist ein permanentes Ziel in der Politik." Auf die Frage, "Warum spenden, im zweitreichsten Land Europas?", entgegnete der Bundespräsident: "Dass Österreich ein reiches Land ist, könnte man umgekehrt als Argument dafür verwenden, dass Spenden auch ein gewichtiges Volumen annehmen können, dass, wenn alle sich anstrengen mit Spenden, viel zusammenkommt." Fischer mahnte in diesem Zusammenhang: "Denken Sie zum Beispiel an das Problem der Flüchtlinge, die zu Hunderttausenden vertrieben werden und nichts haben, außer dem, was sie am Leib tragen. Da müssen wir natürlich auch helfen. Das Problem von Menschen, die alles verloren haben, ist ein so akutes, dass allein schon aus diesem Titel der Aufruf zu Spenden gerechtfertigt ist."
Auch Margit Fischer appellierte an mehr Solidarität mit Flüchtlingen:
"Es ist noch sehr viel Platz, sich zu engagieren! Und zwar von uns allen. Man darf nicht wegschauen."

Parteispitzen zur Mittagszeit zu Politik und Spenden

Bundeskanzler Werner Faymann unterstrich: "Österreich ist ein Land, das gut dasteht. Man darf jedoch nicht unterschätzen, dass jeder Arme und Arbeitslose einer zu viel ist. Ich bin sehr stolz, Bundeskanzler von Österreich zu sein. In einem Land, in dem so viel Wohlstand ist, in einem Land, in dem die Beschäftigung so hoch ist. Und ich möchte, dass diese Stärken Österreichs auch in den nächsten Jahren so bleiben und dass die Menschen das Gefühl haben: wir sind stolz auf unser Österreich." Der Bundeskanzler betonte außerdem: "Es gibt Menschen, die mit sozialer Mindestsicherung auch das Recht haben, vom Staat Hilfe zu bekommen. Aber Spendenaktionen wie die des ORF, und das Herz der Österreicher, für andere da zu sein, auch das ist etwas, was es in vielen Ländern nicht so gibt und wo man einfach jedem danken muss, der sich an so einer Aktion beteiligt."

Der Klubobmann der ÖVP, Reinhold Lopatka, bezeichnete es als "eine der Hauptaufgaben der Politik, auch an jene zu denken, die oft keine Stimme haben. Mehr Gerechtigkeit ist eine der ständigen Aufgaben, der wir uns zu stellen haben.", so Lopatka. Man müsse auf "mehr Gerechtigkeit der Generationen" schauen, "dass auch die Jüngeren einmal eine Chance haben, eine Pension zu bekommen, dass auch die, die alt und pflegebedürftig werden, keine Angst haben brauchen, dass sie einsam und alleine sind. Das heißt, durch eine entsprechende wirtschaftliche Situation dafür zu sorgen, auch die Mittel zu haben, denjenigen zu helfen, denen es nicht so gut geht."

H.C. Strache, Bundesparteiobmann der FPÖ, unterstrich im Hinblick auf die Europawahl 2014 und das Ziel, zehn nationale Parteien europaweit zu einer Allianz zusammenzubringen: "Wir sind für ein föderales Europa der Vaterländer und es gibt viele Gemeinsamkeiten, wie weniger Zentralismus, mehr Demokratie und kein Beitritt von nicht-europäischen Ländern.", so Strache.

Der stellvertretende Bundessprecher der Grünen, Werner Kogler, meinte im Hinblick auf einen Vertrauensverlust in der Politik, "der Zusammenhalt in der Politik ist größer als vermutet", aber es brauche auch "in Zukunft in der Politik größere Mehrheiten."

Matthias Strolz, Klubobmann der Neos, unterstrich wiederum den Europagedanken: "Gerade zu Weihnachten kann man sagen, Europa ist ein ganz großes Friedensprojekt."

Die geschäftsführende Klubobfrau des Team Stronach, betonte, es sei "wichtig, in der Politik seine eigenen Positionen zu haben und zu vertreten, aber ich würde mir wünschen, dass es mehr Miteinander gäbe."

Wrabetz: "Helfen können gehört zu den Stärken des ORF"

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz meinte rückblickend: "Es war ein spannendes Jahr, ein Jahr von ganz großer Vielfalt, wo wir im Bereich der Information, der Unterhaltung, des Sports dem Publikum sehr viel bieten konnten. Ich möchte mich beim Publikum bedanken, dass uns in diesem Jahr auch wieder die Treue gehalten hat und möchte mich auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ORF bedanken, die in den Redaktionen, in der Technik, in den Radios, in der Zentrale und in den Landesstudios Tag und Nacht gearbeitet haben, um dem Publikum Gutes, Unterhaltsames, Spannendes zu bieten. Und zu diesem Spannenden gehört auch, dass wir die Plattform für Hilfsbereitschaft in diesem Land sind. Dort wo jene, die helfen wollen, verbunden werden - über ihre Spenden -, mit jenen, die Spenden benötigen. Und das funktioniert nicht nur für Österreich so, sondern über ,Nachbar in Not' auch für Menschen, die in Syrien frieren oder auf den Philippinen in Not sind. Das ist etwas, das nur der ORF in seiner Stärke bieten kann und es ist auch eine Verantwortung, der wir gerne nachkommen. Helfen können, gehört zum Schönen im ORF.", so Wrabetz.

Sissy Mayerhoffer, Leiterin des ORF-Humanitarian Broadcasting, unterstrich, dass die Österreicherinnen und Österreicher in diesem an Katastrophen so reichen Jahr bereits in Summe 16,5 Millionen Euro gespendet haben: "3,5 Millionen Euro für die Flüchtlingshilfe Syrien, 10 Millionen Euro für die ORF-Hochwasserhilfe und 3 Millionen Euro für die Überlebenden des Taifuns auf den Philippinen." Und weiter:
"Katastrophen kann man sich nicht aussuchen, die kommen einfach. Aber die Hilfsbereitschaft der Österreicher ist eine verlässliche Größe."

Viele Stars und Prominente im Dienst der guten Sache

Nicht nur Vertreter aus Politik und Religion, sondern auch aus Kunst, Kultur, Wirtschaft und Sport, gemeinsam mit Sponsoren und der Unterstützung durch Prominente und Soldaten des Österreichischen Bundesheeres an den Spendentelefonen, vereinte die "Licht ins Dunkel"-Sendung wieder zu einer guten Sache: Gemäß des Mottos "Jeder Euro zählt" freute man sich über jede Spende, egal ob groß oder klein.

Letztendlich wurde der Einsatz aller Mitwirkenden mit vielen Spendenzusagen in Höhe von 5,5 Millionen Euro belohnt.

Auch nach dem 24. Dezember kann unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 24 12 2013 sowie im Internet unter http://lichtinsdunkel@ORF.at noch weiter gespendet werden. Alle Informationen zu den Spendenmöglichkeiten befinden sich im ORF TELETEXT auf Seite 680. Die gesamte "Licht ins Dunkel"-Sendung ist als Live-Stream und nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

Rückfragen & Kontakt:

ORF - Pressestelle "Licht ins Dunkel"
Christine Kaiser
(01) 87878 - DW 12422
http://lichtinsdunkel.ORF.at
http://presse.ORF.at
http://kundendienst.ORF.at

ORF-Pressestelle
Michael Krause
(01)-87878-14702
http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ORF0004