Schneider: Aufschwung im Schritttempo - Doppelstrategie von Budgetkonsolidierung und Wachstumsimpulsen notwendig

Wien (OTS/PWK913) - Die heute, Donnerstag, vorgelegten Prognosen
des WIFO und des IHS erwarten für das Jahr 2014 ein Wirtschaftswachstum von jeweils 1,7 Prozent. Damit sollte Österreichs Wirtschaft, die sich im Einklang mit der globalen Entwicklung im Jahr 2013 nur schwach entwickelt hat, wieder stärker wachsen. "Damit kann auch weiterhin ein Wachstumsvorsprung gegenüber der Eurozone erreicht werden. Nichtsdestotrotz wird der Aufschwung nur mit verhaltenem Tempo und sehr flach verlaufen. Österreich steht im internationalen Wettbewerb und darf sich nicht am Durchschnitt der Eurozone messen, sondern mit den Besten der Welt", betont Christoph Schneider, Leiter der Stabsabteilung Wirtschaftspolitik der Wirtschaftskammer Österreich.

Die Erholung geht vom wieder stärker anziehenden Exportwachstum, insbesondere aus den wichtigsten Handelspartnerländern Deutschland und den USA, aus. Ebenso sollten auf die massive Investitionszurückhaltung im Jahr 2014 Nachholinvestitionen folgen. Nach einem deutlichen Rückgang der Ausrüstungsinvestitionen im Jahr 2013 sollten diese laut WIFO 2014 wieder zulegen. "Die relativ hohen Kollektivvertragsabschlüsse und die abnehmende Inflation stabilisieren den Beitrag des privaten Konsums zum Wachstum", analysiert Schneider.

Die Unternehmen zeigen Verantwortung und schaffen neue Beschäftigung. Für 2014 und 2015 erwartet das WIFO einen Anstieg der unselbständig aktiv Beschäftigten von jeweils 0,8 Prozent. Die Zunahme des Arbeitskräfteangebots ist auf Sondereffekte wie dem Einsetzen strengerer Regeln für den Pensionszugang und der Arbeitsmarktöffnung für Bulgarien und Rumänien zurückzuführen.

"Das Tempo der derzeitigen Erholung ist im historischen Vergleich gering. Aus Sicht der Wirtschaftskammer ist es deshalb notwendig, die einsetzende Erholung wirtschaftspolitisch durch gezielte Investitionsanreize für mehr Wachstum zu flankieren. Wichtig ist, dass der Sanierungsbonus, der im Regierungsprogramm steht, rasch umgesetzt wird. Weitere Investitionsanreize, wie eine Angleichung der Abschreibung an die wirtschaftliche Realität sowie eine Anhebung der Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter, wären wünschenswert. Auch wenn die Budgetkonsolidierung Priorität hat, darf auf Wachstumsimpulse nicht vergessen werden. Österreich braucht eine Doppelstrategie aus Budgetkonsolidierung und Wachstumsimpulsen", so Schneider abschließend. (RH)

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