Moser: Steigerung der Staatsmanagerbezüge ist Unverfrorenheit der Sonderklasse

Grüne beantragen namentliche Offenlegung aller Vorstandsgehälter in staatsnahen Unternehmen

Wien (OTS) - "Die Einkommenssteigerung von 19,6 Prozent bei den Vorstandsmitgliedern bzw. Geschäftsführern in Unternehmen mit Bundesbeteiligung in den letzten beiden Jahren ist angesichts der allgemeinen Krisensituation und des Einkommensverlustes der durchschnittlichen ArbeitnehmerInnen eine politisch gestützte Unverfrorenheit der Sonderklasse", meint die Vorsitzende des Rechnungshofausschusses, Gabriela Moser.

Als wirksame Gegenstrategie der geheimen Gehaltsaufbesserungen durch Aufsichtsratsbeschlüsse beantragten die Grünen schon wiederholt die namentliche Offenlegung aller Vorstandsgehälter in diesem Bereich. "Die quasi-feudale Zone mit Traumgagen im geschützten Bereich muss endlich transparent werden: Gläserne Gehaltskonten im öffentlichen Bereich sind notwendig. Außerdem sind Nulllohnrunden auf Vorstandsebenen dringend angesagt. Nicht zuletzt angesichts der Maßlosigkeit der letzten beiden Jahre. Wir Grünen werden nun erneut einen Antrag auf Offenlegung einbringen", erklärt Moser.
Darüber hinaus betrachten die Grünen Vorstandsgehälter, die über dem Bundeskanzlergehalt liegen, als unangemessen. Laut Rechnungshof verdienten im Jahr 2012 53 Vorstandsmitglieder bzw. Geschäftsführer in staatsnahen Unternehmen mehr als der Bundeskanzler.

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