Mückstein: Gesamtösterreichischer Versorgungsplan im Bereich Kindertherapien ist dringend notwendig

Grüne haben Antrag zur besseren Versorgung für Kinder und Jugendliche mit den für sie notwendigen Therapien eingebracht

Wien (OTS) - Im Gegensatz zu Deutschland und der Schweiz sind die sogenannten funktionellen Therapien (Physiotherapie, Ergotherapie, logopädische Therapie und die Psychotherapie) in Österreich auch bei ärztlicher Verordnung keine von den Krankenkassen ausreichend finanzierten Leistungen, obwohl die Krankenversicherungen laut ASVG dazu verpflichtet wären.
"Es gibt viel zu wenige kostenfreie Therapieplätze, sodass diese für ihre Kinder und Jugendlichen entscheidenden Therapien die Eltern meist selbst bezahlen müssen und nur einen Teil der tatsächlichen Kosten ersetzt bekommen", kritisiert die Gesundheitssprecherin der Grünen, Eva Mückstein, und weiter: "Diese Situation bewirkt eine krasse Unterversorgung der österreichischen Kinder und Jugendlichen."

Eine Studie des Hauptverbandes der Österreichischen Sozialversicherungsträger ergab, dass im Vergleich zu Deutschland 2010 in Österreich knapp 150.000 Kinder und Jugendliche keine Therapie bekamen. "Bleibt eine Therapie aus, kann dies lebenslange Folgen für die Einzelnen und für die Gesellschaft haben. Dies wird auch in einem vom Hauptverband der Sozialversicherungen im Dezember 2012 vorgestellten Strategiepapier festgehalten", sagt Mückstein.

Die Grünen haben deshalb diese Woche einen Entschließungsantrag eingebracht, der den Gesundheitsminister auffordert, in Zusammenarbeit mit den Bundesländern ein flächendeckendes Angebot zur Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Ergänzung und Erweiterung des bestehenden Angebotes sicherzustellen. Der Grüne Antrag beinhaltet u.a. Forderungen wie kostenfreie Therapien für Kinder- und Jugendliche, als Sofortmaßnahme eine Verstärkung des institutionellen Angebotes, sowie eine deutliche Erhöhung der Refundierungen und Zuschüsse durch die Krankenkassen, sowie die längst notwendigen Abschlüsse von Gesamtverträgen.

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