Team Stronach forderte Task Force Kindergesundheit

Bundesregierung ist Kindergesundheit nichts wert

Wien (OTS) - Die geschäftsführende Klubobfrau des Team Stronach, Waltraud Dietrich, und Gesundheitssprecher Prim. Dr. Marcus Franz forderten heute im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz eine Task Force zum Thema Kindergesundheit. "Im rot-schwarzen Regierungsprogramm gibt es keine konkreten Maßnahmen für Verbesserungen bei der Kindergesundheit. Dabei gibt es in Österreich in der Kinderheilkunde eine Zwei-Klassen-Medizin. Daher soll eine Task Force Kindergesundheit eingerichtet werden, wo Gesundheitsministerium, Ärztekammer, Hauptverband, Selbsthilfegruppen und Kinderärzte vertreten sind. Diejenigen, die wissen, wie man ein System verändern kann, sollen sich zusammentun und sich mit aller Kraft für eine Verbesserung der kinderärztlichen Versorgung einsetzen", so Dietrich und Franz, die diesbezügliche Anträge des Team Stronach im Parlament ankündigten

Franz machte darauf aufmerksam, dass es bei der Organisation der kinderärztlichen Versorgung große Probleme gibt. "Es gibt am Wochenende fast keine Kinderärzte, die Ordinationen führen, da es nicht honoriert wird. Hier hat die Politik versagt. Der Regierung ist offenbar die Kindergesundheit nichts wert. Dabei sind die Kinder die Zukunft unseres Landes und gerade deshalb sollte man etwas investieren."

Beispielsweise müssten zahlreiche Impfungen - darunter die Impfung gegen die gefürchteten Meningokokken - bis zum 12. Lebensjahr privat bezahlt werden. "Das führt dazu, dass in sozial schwächeren Familien Kleinkinder seltener geimpft werden. Diese Kinder sind somit gefährdeter als Kinder aus finanziell besser gestellten Haushalten", so Franz.

Weiters gebe es fehlende Therapieplätze, was zu langen Wartezeiten auf Plätze bei Psychotherapeuten, Logopäden und Ergotherapeuten führe. "Kinder, die ohnehin schon eine Einschränkung haben, werden auch noch durch die Behinderung zum Zugang einer Betreuung oder Heilung benachteiligt."

Franz forderte die Ausweitung des Pflegeurlaubs für Eltern von chronisch kranken Kindern. "Die arbeitenden Mütter und Väter müssen die Möglichkeit haben, in einem längeren Urlaub für ihre kranken Kinder da zu sein."

Der Team Stronach Gesundheitssprecher kritisierte die vergleichsweise schlechte Honorierung der Kinderärzte. "Kinderärzte sind Fachärzte mit einer sehr langen Ausbildung und kennen sich ehr gut aus. Die Untersuchungserhebung ist gerade bei einem Kind in den ersten Lebensjahren sehr schwierig. Der Arzt muss das Kind ausreichend und lange untersuchen, was aber nicht honoriert wird. Fachärztinnen und Fachärzte für Kinderheilkunde sind die am schlechtesten honorierten Fachärzte Österreichs. Das ist ein Symptom eines generalisierten Versagens der Gesundheitspolitik in Österreich", kritisierte Franz.

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