Kunst lieben - Kunst hassen

Ein Streitgespräch zwischen Konrad Paul Liessmann und Nicole Zepter

Wien (OTS) - Das wird der Kunst gut tun: Ein Schlagabtausch zwischen zweien, die deutlich Position beziehen - zwischen dem Philosophen Prof. Konrad Paul Liessmann und der Journalistin Nicole Zepter. Anlass ist die Neuausgabe des Standardwerks "Philosophie der modernen Kunst" von Konrad Paul Liessmann (im Oktober 2013 im Verlag facultas.wuv). Von Nicole Zepter erschien 2013 die Publikation "Kunst hassen. Eine enttäuschte Liebe" (Tropen bei Klett-Cotta) bereits in der 5. Auflage.

Konrad Paul Liessmann, geb. 1953, ist an der Universität Wien Professor für Methoden und Vermittlung von Philosophie und Ethik. Nicole Zepter, geb. 1976, studierte Philosophie und arbeitet als Journalistin in Berlin.

Die Grundthese von Zepters Buch ist, dass der moderne Kunstbetrieb bestimmt, was wir als Kultur wahrnehmen. Keiner biete schlechter Kunst und unverdienter Überhöhung Paroli. Niemand stelle mehr die Frage, was gute Kunst ausmacht, klagt Zepter. Hier hakt Konrad Paul Liessmann ein, der sich genau diese Frage aufs Schild geschrieben und vielen Generationen von Studierenden mitgegeben hat. Er lässt sich gern vom Kunstmarkt provozieren, von der für den Laien scheinbar unlösbaren Frage: Was macht hoch bezahlte Kunstwerke so wertvoll und gut? Welche Maßstäbe lassen sich anlegen, was bietet Orientierung? Wie kann man sich ein Urteil bilden? Die entsprechenden Antworten liegen überraschenderweise nicht im Feld der Kunstgeschichte, sondern in jenem der Philosophie und stammen von Köpfen wie Kant, Benjamin und Nietzsche. Nur die Philosophie wagt es noch, einen Kunstbegriff zu formulieren, der tatsächlich alle Phänomene künstlerischen Schaffens und Aufnehmens erfasst.

Kunst lieben - Kunst hassen

Ein Streitgespräch zwischen Konrad Paul Liessmann und Nicole Zepter

Datum: 29.1.2014, um 19:00 Uhr

Ort:
mumok - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien Lounge
Museumsplatz 1, 1070 Wien

Rückfragen & Kontakt:

Mag.a Sabine Kruse, Programm Kultur- und Sozialwissenschaften facultas.wuv, sabine.kruse@facultas.at, Tel: 0043/1/310 53 56-36

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