Leitl: "Bankenunion wichtiger Schritt, um Stabilität des Euro langfristig zu gewährleisten"

WKÖ-Präsident erfreut über Durchbruch bei Verhandlungen zum europäischen Abwicklungsfonds

Wien (OTS/PWK908) - "Mit der Einigung der EU-Finanzminister auf
die Finanzierung der Abwicklung wankender Banken ist ein großer Schritt in Richtung eines stabilen europäischen Finanzmarktes geschafft", begrüßt Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, das Verhandlungsergebnis. Nun muss rasch eine Einigung mit dem Europäischen Parlament erzielt werden.

Zu der bereits in der Umsetzung befindlichen einheitlichen europäischen Bankenaufsicht bei der EZB steht nun mit dem europäischen Abwicklungsfonds eine weitere Säule für die gerade unter dem Gesichtspunkt der Stabilität so wichtige Bankenunion in Europa. "Das ist auch ein großer Schritt, um die Stabilität des Euro langfristig zu gewährleisten", unterstreicht Leitl: "Der mit künftig rund 55 Milliarden Euro dotierte europäische Abwicklungsfonds stellt ein starkes Signal für die Stabilität des europäischen Finanzsektors einerseits und die Stärkung des Vertrauens der Anleger in den Finanzmarkt andererseits dar."

"Zusammen mit einer einheitlichen Aufsicht - Stichwort: Single Supervisory Mechanism - und der ebenfalls erreichten Übereinstimmung in Sachen Einlagensicherung wird das europäische Haus nunmehr auf solidem Grund stehen", zeigt sich der WKÖ-Präsident erfreut.
Damit sind die Weichen gestellt, dass der in Österreich bestehende hohe Level des Sparerschutzes durch die Richtlinie jedenfalls bis 100.000 Euro auch europäischer Standard wird: "Durch diese Reform der Einlagensicherungsrichtlinie wird das hohe Schutzniveau für die Sparerinnen und Sparer in ganz Europa Schwarz auf Weiß festgeschrieben."

Mit der Einigung auf diese Maßnahmen - einheitliche Bankenaufsicht, einen europäischen Abwicklungsmechanismus sowie die Reform der Einlagensicherung - stellt Europa einmal mehr Handlungsfähigkeit auch in herausfordernden Fragestellungen unter Beweis", so Leitl abschließend. (JR)

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