Mondi und Zellstoff Pöls AG fordern eine Novellierung des Ökostromgesetzes

Wien/Pöls (OTS) - "Für Holz - ein Multitalent mit unschlagbarer Ökobilanz", unter diesem Titel machen sich Mondi und die Zellstoff Pöls AG für die sinnvolle Nutzung des wertvollen Rohstoffes Holz stark. Hintergrund ist die fragwürdige Förderpolitik für Biomasse. Österreichs größte Papier- und Zellstoffunternehmen sehen in der aktuellen Ökostromgesetzgebung eine Gefährdung für ihre nationalen Produktionsstandorte und setzen sich für ein Umdenken in der Ökostromförderung ein.

"Im Rahmen der aktuellen Gesetzgebung wird das Verbrennen von Holz gefördert, ungeachtet schwindender Holzreserven und erhöhter Umweltbelastung durch steigende Holzimporte um fast 40 Prozent. Für die holzverarbeitende Industrie ist das Standort-gefährdend", kommentiert Peter J. Oswald, CEO Mondi Europe & International, die aktuelle Ökostrom-Gesetzgebung. Das Unternehmen, das in Österreich zehn Produktionsstandorte mit rund 2.500 MitarbeiterInnen betreibt, setzt sich gemeinsam mit der Zellstoff Pöls AG, einem Tochterunternehmen der Heinzel Group, aktiv für eine Gesetzes-Novellierung ein.

"Es geht uns darum, Fakten zu schaffen! Alleine 2011 wurden in Österreich 582 Millionen Euro Fördergelder in Erneuerbare Energien gepumpt, wovon Biomasse mit 271 Millionen am meisten profitiert. Gleichzeitig zeigt sich, dass trotz der hohen Förderungen viele Biomassekraftwerke nicht überlebensfähig sind", sagt Kurt Maier, CEO der Zellstoff Pöls AG. Umgekehrt investierte die Papier- und Zellstoffindustrie Milliarden in Produktion und Umweltschutz und erzeugt bereits heute gut die Hälfte der benötigten Energie CO2-neutral in Eigenproduktion. Der Kärntner Mondi Standort in Frantschach und die steirische Zellstoff Pöls AG sind durch die Verwendung der bei der Zellstoffherstellung anfallenden flüssigen Biolauge zur Stromerzeugung nahezu hundert Prozent energieautark.

Investitionsförderung für Anlagen mit einem Wirkungsgrad über 70 Prozent

Konkret fordern die Vertreter der Papier- und Zellstoffindustrie bei der zukünftigen Gestaltung des Ökostromfördermechanismus eine Investitionsförderung für Anlagen, die einen Wirkungsgrad von über 70 Prozent aufweisen. Davon ausgenommen sollen die kleinen Kraftwerke sein, die weiterhin die Nahversorgung mit Wärme und Strom gewährleisten.

"Für gesicherte Standortinvestitionen müssen politische Entscheidungen wieder berechenbar werden! Wir suchen daher den Dialog mit den politischen und öffentlichen VertreterInnen für eine gemeinsame Lösung zur Novellierung des Ökostromgesetzes", so Peter J. Oswald und Kurt Maier. Es sei schließlich auch im Interesse der Forstbetriebe nachhaltig wettbewerbsfähige Unternehmen der Papier-und Plattenindustrie als langfristige Kunden zu haben.

Bild: Infografik Mondi - Für Holz

Über Mondi

Mondi ist ein internationales Verpackungs- und Papierunternehmen, das Produktionsstätten in 30 Ländern unterhält In Österreich betreibt Mondi 10 Produktionsstandorte mit rund 2.500 Mitarbeitern. Die Mondi Gruppe ist entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Verpackungs-und Papierherstellung tätig. Zu den namhaftesten Produkten, die in österreichischen F&E-Zentren entwickelt werden, zählen unter anderen die umweltverträglichen Büro- und Druckpapiere Bio Top 3 und Nautilus sowie das in Österreich entwickelte Fibromer, ein für unterschiedliche Industrieanwendungen eingesetztes Polymer auf Basis natürlicher Zellulose-Fasern.

Über die Zellstoff Pöls AG

Die Zellstoff Pöls AG mit Sitz in der Steiermark beschäftigt 400 Mitarbeiter und ist einer der größten Hersteller von elementar-chlorfreigebleichtem Langfasersulfat-Zellstoff in Zentral-und Osteuropa. Zu den vom Unternehmen hergestellten Produkten zählen Orion Zellstoff und Starkraft Papier. Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft der Heinzel Group, die zu den größten Herstellern von Marktzellstoff und Magazinpapier in Mittel- und Osteuropa zählt.

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Marketing & Communication Director
Europe & International
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Email: Albert.Klinkhammer@mondigroup.com

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