Heilende Games: Rehab@home - das innovative Reha-Projekt

Wien (OTS) - "Serious Games" sind Computerspiele mit durchaus ernstem Bildungs- oder Motivationshintergrund. Im Rahmen eines EU-Projektes loten Experten aus vier Nationen das Potenzial solcher Computerspiele in der Rehabilitation von Schlaganfallpatienten aus.

Rehabilitation nach Schlaganfällen ist langwierig und personalintensiv. Ihr Erfolg hängt von Disziplin und Ausdauer des Patienten ab. Die besten Fortschritte werden nach wie vor unter Aufsicht und Anleitung von qualifizierten Fachkräften in spezialisierten Reha-Einrichtungen erzielt. Sobald aber Patienten nach Hause entlassen werden, hängen weitere Genesungsfortschritte stark von der Motivation für das tägliche Training ab. Viel zu oft stagniert von diesem Zeitpunkt an die Entwicklung.

Kann man generell digitale Systeme und speziell "Serious Games" erfolgreich einsetzen, um rekonvaleszente Schlaganfallopfer zum konsequenten selbständigen Rehabilitations-Training zu motivieren? Die Antwort ist buchstäblich Milliarden wert: Wenn es gelingt, zumindest die Spätphase der Rehabilitationsbegleitung quasi zu automatisieren, ist der volkswirtschaftliche Effekt enorm. Bessere Chancen auf erfolgreiche Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess oder zumindest erhöhte Selbstständigkeit bzw. verringerter Pflegebedarf sind ein Gewinn - sowohl für Patienten als auch für die Allgemeinheit.

Internationale Kooperation

Deshalb hat die EU ein entsprechendes Forschungs- und Entwicklungsprojekt mit 3,2 Millionen Euro dotiert. An "Rehab@home", so der Projekttitel, arbeiten acht Unternehmen und akademische Partner aus Deutschland, Israel, Italien und Österreich. Die Gesamtkoordination liegt beim Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik der Universität Bremen.

Ziel des drei Jahre lang laufenden Projektes ist die Entwicklung kostengünstiger, nutzerfreundlicher, mit intelligenten Sensoren ausgestatteter Infrastrukturen, die alle relevanten physischen und motorischen Parameter von Schlagananfall-Patienten sammeln, Rekonvaleszente laufend über ihren Trainingserfolg und Genesungsfortschritt informieren und so zur konsequenten Mitarbeit an der eigenen Genesung ermutigen.
Parallel werden Digital-Spiele zur Trainingsmotivation entwickelt. Sie sollen betroffen Menschen zu regelmäßigen Bewegungsübungen vor dem Bildschirm anleiten und motivieren.

Ziel: Praxistaugliche Lösungen

Das Projekt soll zu praxistauglichen, vermarktungsfähigen Prototypen führen. Mit dem Neurologischen Therapiezentrum Gmundnerberg bringt eine österreichische Reha-Einrichtung ihr Know-how zu langfristigen körperlichen und kognitiven Rehabilitations-Prozessen ein. Ein weiterer Projektpartner ist das Entwicklungslabor der international ausgezeichneten Linzer Digitalagentur Netural. Ihr Gründer und CEO Albert Ortig freut sich über die Chance, neueste Digitaltechnik in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen: "Games waren das erste Experimentierfeld, in dem digitale Darstellung und Feedbackschleifen zwischen Mensch und Maschine ausgereizt wurden. Heute wird unter dem Stichwort "Gamification" der Transfer solcher Systeme ins Marketing und in den Wissenstransfer diskutiert. Dies mit "wearable computing" zu verbinden und im Gesundheitsbereich anzuwenden, ist ein besonders spannendes Neuland. Eines, in dem Erfolg doppelt Freude macht, weil er Menschen konkret hilft."

Projektpartner:

  • InfoConsuIt GmbH, Bremen, Deutschland
  • Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik der Universität Bremen, Bremen, Deutschland
  • Università degli Studi di Genova, Genua, Italien
  • Fondazione Don Carlo Gnocchi-ONLUS, Mailand, Italien
  • Netural GmbH, Linz, Österreich
  • Create-Net, Trento, Italien
  • Imaginary Srl, Mailand, Italien
  • Edna Pasher Ph.D. & Associates,TeI-Aviv, Israel
  • Neurologisches Therapiezentrum Gmundnerberg GmbH, Altmünster, Österreich

Über Netural GmbH

Seit 1998 entwickelt Netural Strategien für international agierende Kunden und gestaltet aufregende Projekte in einer zunehmend digitalen Welt. Die Kunden: adidas eyewear, Außenwirtschaft Österreich, backaldrin, BKS Bank, Cineplexx, Doka, Eternit, MLINE, Silhouette, Swarovski, A1 Telekom Austria, Telekom Austria Group, Wien Energie, W&H und andere.

55 fixe Mitarbeiter in Linz und Wien. CEO und Eigentümer ist Mag. Albert J. Ortig, CTO Dr. Stephan Lechner.

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