Neues Volksblatt: "Klare Worte" von Markus EBERT

Ausgabe vom 16. Dezember 2013

Linz (OTS) - "In ist, wer drin ist": Das gilt nicht nur für die Klatschspalten. Nein, in ist auch, wer schnell auf den Kommentarseiten diverser Zeitungen oder in Interviews mit Kritik an der neuen Regierung zur Hand ist. Denn nur die Schnellschreiber und -sprecher haben die Gewähr, dass sie mit ihrer Kritik selbst in die Schlagzeilen kommen. Erhard Busek etwa, früherer ÖVP-Chef mit nachhaltigem Drang zum Besserwissen, hat am Samstag im Standard die Abschaffung des Wissenschaftsministeriums mit Seitenhieb auf die Linzer Medizin-Fakultät thematisiert, um dann gestern in der Kleinen Zeitung Österreichs Nicht--Außenpolitik und überhaupt die Personalpolitik von ÖVP-Chef Michael Spindelegger zu geißeln. Dessen in der ORF-Pressestunde platzierte Replik lässt an Deutlichkeit nichts vermissen. "Was Erhard Busek nicht alles sagt - das wissen wir. Jeden Tag gibt es irgendwas Neues, aber das rührt mich ehrlich gesagt auch nicht besonders". Selten einmal, dass man so klare Worte an jene hört, die von der ersten Balkonreihe aus und bar jeder Verantwortung das Geschehen kommentieren. Apropos klare Worte - die hat auch Kardinal Christoph Schönborn gefunden: Politiker-Bashing sei "kein Zeichen der Mitverantwortung", bloß auf die Regierung zu schimpfen, sei "das Einfachste, aber auch das Unfruchtbarste". Die Koalitionsparteien hätten sich so viel Wohlwollen verdient, "dass man sie nicht von vornherein zu Versagern erklärt".

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