Neues Volksblatt: "Zurufe" von Markus EBERT

Ausgabe vom 14. Dezember 2013

Linz (OTS) - Geht es nach der Opposition, hat die neue Koalition den Elchtest schon vergeigt, ehe sie überhaupt im Amt ist. Andere Kritiker und Experten im Schnelllesen des Koalitionsabkommens sind in ihren Befunden etwas höflicher als die Oppositionsparteien, aber auch nicht gerade regierungsfreundlich. Und dann gibt es noch die Unzufriedenen in den Regierungsparteien selbst, die aus welchen Gründen auch immer ihrem Ärger freien medialen Lauf lassen. Fast schon kultig wirkt, wenn die rot-schwarzen steirischen Reformpartner Voves und Schützenhöfer gleichermaßen granteln - aber schließlich kann man sich nicht früh genug vor einer Landtagswahl ein bisserl von der Bundespolitik abgrenzen. Völlig überflüssig, ja dümmlich, ist das gegenseitige Aufrechnen nach der Art des roten Akademiker-Vorsitzenden Mailath-Pokorny: Weil die Bauern kaum drei Prozent der Bevölkerung stellten, bräuchten sie auch kein Ministerium. Dass die Bauern 100 Prozent der Bevölkerung mit Lebensmitteln versorgen, übersieht der kluge Mann.
Zum Glück gibt es auch andere Positionen. Man müsse der Regierung zwei bis drei Jahre Zeit geben, um zu beweisen, dass sie ihr eigenes Programm auch ernst nimmt, sagt LH Pühringer an die Adresse der Kritiker. Und er erinnert die Regierung auch an die Botschaft des Wahltages: Nicht weiter so, sondern Reformen angehen und erneuern. Wenn schon, dann braucht es Zurufe dieser Art.

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