Wr. Gemeinderat - SP-Woller: Vereinigte Bühnen Wien: Zwei Jahre mehr Förderung, ab 2016 nur mehr mit 37 Millionen Euro Subvention

Es bedarf einer fundamentalen Neuausrichtung der Musicalsparte in Wien

Wien (OTS/SPW-K) - "Die drei Anträge zu den Vereinigten Bühnen Wien beinhalten zwei wesentliche Themen: Erstens die Finanzierung der Vereinigten Bühnen Wien für die Jahre 2014/15 im Rahmen des derzeitigen kulturpolitischen Auftrages. Zweitens die Festlegung der Förderungshöhe ab 2016 auf max. 37 Millionen Euro. In diesem Zusammenhang muss der kulturpolitische Auftrag neu formuliert werden", erklärte der SP-Kultursprecher und Gemeinderat Ernst Woller im Rahmen seines Redebeitrags im heutigen Wiener Gemeinderat.

Woller verwies darauf, dass die VBW in den Jahren 2007 und 2008 jeweils 40 Millionen Euro Subvention erhielten: "Die Subventionsentwicklung hat sich immer verändert - auf und ab. Unser politisches Ziel war es, mit weniger Geld auszukommen. Fünf Jahre ist uns das aufgrund struktureller Einsparungen, höherem Sponsoring, Auflösung von Rücklagen und höhere Karteneinnahmen auch gelungen."

"Die Vereinigten Bühnen Wien haben mit der Opernsparte eine großartige Erfolgsgeschichte geschrieben. Die Einnahmen und Auslastung der Oper sind im Gegensatz zum Musical stabil. Betrachtet man das Musical, so gleicht es einer Hochschaubahn. Unsere Verantwortung ist es - auch gegenüber den mehr als 700 MitarbeiterInnen - in guten wie in schlechten Zeiten zu den VBW zu stehen. Daher ist es alternativlos, für 2014 und 2015 die Subvention auf 42 Millionen zu erhöhen. Es sind unsere eigenen Unternehmen und eigenen Häuser. Wir haben uns entschlossen, die Förderung der Vereinigten Bühnen Wien, nach Jahren der Reduktion, wieder auf 42 Millionen Euro zu erhöhen - aber nicht auf Kosten anderer Kulturinstitutionen", so Woller anlässlich der kulturpolitischen Diskussion über die Neuorientierung der VBW.

"Der Gemeinderatsantrag beinhaltet den klaren Auftrag an die Geschäftsführung der VBW bis zum März 2014 ein Zukunftskonzept zu erstellen, das gewährleistet, dass der Subventionsbedarf ab 2016 erneut reduziert wird - auf max 37 Millionen Euro. Dazu muss der kulturpolitische Auftrag neu diskutiert und formuliert werden."

"Da VBW-Generaldirektor Drozda dieses Thema bereits medial aufgegriffen hat, ist es durchaus gerechtfertig, das Thema auch hier im politischen Plenum zu diskutieren. Beim kulturpolitischen Auftrag steht das Musical im Mittelpunkt der Betrachtung. Hier müssen zentrale Fragen diskutiert werden: Erstens wie viel Musical soll es geben? Welche Häuser sollen dem Musical gewidmet werden? Welche Musical sollen öffentlich finanziert werden, welche können am privaten Markt gezeigt werden? Welche Musical sollen produziert und gezeigt werden? Zum Einen gibt es Eigenproduktionen, Wiener Produktionen die man künstlerisch entwickelt und mit denen man gut verdienen kann. Zum Zweiten gibt es Musical die man einkauft und Gastproduktionen. Da die letzte Eigenproduktion lange zurückliegt, war man gezwungen Musicalproduktionen einzukaufen. Daher bedarf es einer fundamentalen Neuausrichtung der Musicalsparte in unserer Stadt", so der Kultursprecher der SPÖ.

"Es spricht sehr viel für ein großes Musicalhaus in Wien - am besten am Hauptbahnhof. Ein Musicalhaus, wo international wichtige kommerzielle Mainstream-Musical angeboten werden. Die Wiener Eigenproduktionen sollen weiterhin aus öffentlicher Hand finanziert werden. Diese neue kulturpolitische Festlegung würde insgesamt bedeuten: mehr Musical, mehr künstlerische Angebote und Vielfalt, deutlich weniger Budget, nämlich mit 37 Millionen Euro ab 2016", so Woller abschließend.

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