VSStÖ: Ernüchterndes Resultat für Studierende

Die Studierenden werden im Regen stehengelassen

Wien (OTS) - "Dass das Wissenschaftsministerium ins Wirtschaftsministerium eingegliedert werden soll, ist unbegreiflich. Es zeigt einmal mehr, was für einen geringen Stellenwert Wissenschaft und Forschung in Österreich haben. Unter diesen Bedingungen ist studieren und forschen frei von neoliberaler Doktrin nicht möglich", ärgert sich Jessica Müller, Vorsitzende des Verbands Sozialistischer Student_innen in Österreich.

"Besorgniserregend ist auch, dass die Anzahl der Studierenden nicht erhöht werden soll. Im Zusammenhang mit der kapazitätsorientierten Studienplatzfinanzierung können wir nur vermuten, dass damit eine Verschärfung der Zugangsbeschränkungen gemeint ist", befürchtet Müller.

"Eine Reformierung des Beihilfensystems wird hingegen gar nicht erwähnt, obwohl diese vor der Wahl versprochen wurde, und längst überfällig ist. Damit ignoriert die neue-alte Koalition einmal mehr die prekäre soziale Situation der Studierenden in Österreich. Die Überlegung, die Zuverdienstgrenze beim Bezug von Familienbeihilfe durch eine Arbeitszeitgrenze zu ersetzen, ist nicht zu Ende gedacht und verschärft die soziale Selektion an unseren Hochschulen. Auch die Direktwahl der Bundesvertretung hat es wieder einmal weder für Studierende noch für Schüler_innen ins Koalitionsprogramm geschafft. Wir sind es jedoch leid, immer wieder vertröstet zu werden, und beharren darauf, dass die SPÖ endlich ihre Versprechen einhält", stellt Müller abschließend fest.

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