Neue ORF-III-Dokumentation "voestalpine - Industriegeschichte in Rot-Weiß-Rot" präsentiert

Dokumentation von Karo Wolm über 75 Jahre österreichische Industriegeschichte am 4. Jänner 2014 in ORF II

Wien (OTS) - Ein Stück heimischer Industrie- und Zeitgeschichte am Beispiel der voestalpine AG erzählt eine neue ORF-III-Dokumentation, die am Samstag, dem 4. Jänner 2014, um 21.50 Uhr ihre TV-Premiere feiert. Der rund 45-minütige Film beleuchtet die Entwicklung des Unternehmens von seiner Gründung vor 75 Jahren über die Zeit als treibende Kraft des österreichischen Wirtschaftsmotors sowie der Krisenjahre bis hin zu einem weltweit führenden stahlbasierten Technologie- und Industriegüterkonzern. Mit Archivmaterial und zahlreichen Interviews geht die Doku über "voestalpine -Industriegeschichte in Rot-Weiß-Rot" dem Mythos "VOEST" auf der Spur. Zur Präsentation der Koproduktion von ORF III und Pammer Film im Beisein von voestalpine-CEO Dr. Wolfgang Eder, ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz und ORF-III-Programmchef Peter Schöber begrüßte Moderatorin Barbara Rett auch den Produzenten Wolfgang Winkler, den Gestalter der Dokumentation, Karo Wolm, sowie den Historiker Univ.-Prof. Mag. DDr. Oliver Rathkolb der Universität Wien, der schon im Jahr 2002 ein zweibändiges kritisches Werk über die Geschichte und Vergangenheit der voestalpine, "Industrie und Zwangsarbeit im Nationalsozialismus", verfasst hat.

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: "Sinnbild für Aufstieg Österreichs zum Wirtschaftswunder"

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: "So wie der ORF im historischen Kontext vom Symbol der Selbstbestimmung zur Marke dieses Landes wurde, steht die voestalpine sinnbildhaft für den Aufstieg Österreichs zum Wirtschaftswunder und einem der reichsten Länder der Erde. Was liegt da näher, als diesem Konzern von Weltrang in ORF III ein Porträt zu widmen, und das in jenem ORF-Sender, der Zeitgeschichte so erfolgreich vermittelt - aktuell etwa mit 'Österreich II' - und der mit seinem 'KulturWerk' regelmäßig im Herz der voestalpine zu Gast ist."

Besonders erfreut zeigt sich der ORF-Generaldirektor darüber, dass sich ORF III mit seiner "zeit.geschichte"-Reihe und vor allem mit seinen Eigenproduktionen innerhalb kurzer Zeit beim Publikum so gut etablieren konnte. So hat der ORF-Kulturspartenkanal in den vergangenen Monaten mehrere Dokumentationen initiiert und ausgestrahlt, die die Geschichte großer österreichischer Unternehmen und Institutionen aufarbeiten, wie im September 2012 "Verdrängte Jahre" über die ÖBB im Dritten Reich oder im März 2013 die "Schatten der Vergangenheit" über die Geschichte der Wiener Philharmoniker. Wie die Unternehmensgeschichten teilweise als Spiegel der österreichischen gesellschaftlichen Entwicklungen fungieren, so bündeln auch diese Dokumentationen österreichische Zeitgeschichte.

Einen direkten Bezug zur voestalpine hat ORF III über eine fruchtbare Kulturkooperation: Im Gesprächsformat "KulturWerk" begrüßt Barbara Rett einmal im Monat hochkarätige Vertreter aus dem Kunst- und Kulturbereich in der einmaligen Kulisse der voestalpine-Stahlwelt. In der nächsten Ausgabe am Dienstag, dem 17. Dezember, um 20.15 Uhr in ORF III unterhält sich die ORF-Kulturexpertin mit Percussionist Martin Grubinger.

voestalpine-CEO Dr. Wolfgang Eder: "Weltweit erfolgreiches Unternehmen, das sich seiner Verantwortung stellt"

Dr. Wolfgang Eder, Vorsitzender des Vorstandes der voestalpine AG:
"In inzwischen 75 Jahren hat die voestalpine - oft auch als Spiegelbild der Zeitgeschichte - sehr bewegte Abschnitte erlebt, ist heute jedoch als internationaler Konzern dank der Fokussierung auf die eigenen Stärken und dem Einsatz der Mitarbeiter ein weltweit erfolgreiches Unternehmen. Gerade in der jüngeren Geschichte haben wir uns aber auch sehr bewusst der Verantwortung rund um die Ereignisse des Gründungsjahres 1938 und die Zeit des Zweiten Weltkriegs gestellt. Nach der 2001 erschienenen umfassenden Dokumentation zum Themenkreis 'Zwangsarbeit am Standort Linz' widmen wir diesem Thema als weiteres Zeichen der Aufarbeitung dieser Epoche unserer Unternehmensgeschichte ab dem Sommer kommenden Jahres auch eine eigene Dauerausstellung - als unseren Beitrag zum 75-jährigen Unternehmensjubiläum."

ORF-III-Programmgeschäftsführer Peter Schöber: "Mehr als nur eine Dokumentation"

ORF-III-Programmgeschäftsführer Peter Schöber: "Das vorliegende Werk ist mehr als nur eine Dokumentation. Es freut mich, dass es uns gelungen ist, die Industriegeschichte der Zweiten Republik entlang der Biografie dieses einzigartigen Unternehmens, das allen Widrigkeiten zum Trotz heute ein international führender Industriekonzern ist, aufzuarbeiten und darzustellen. Besonderer Dank gilt den Gestaltern Wolfgang Winkler und Karo Wolm sowie der voestalpine, die uns Zugang zu sämtlichen Recherchematerialien gewährte, und Universitätsprofessor Oliver Rathkolb, der die Dokumentation als wissenschaftlicher Experte begleitete."

Vom Stahlerzeuger zum Technologiekonzern

Es war ein langer Weg, den der voestalpine-Konzern seit seiner Gründung gegangen ist, um die Wandlung vom typischen Stahlunternehmen zum Technologie- und Industriegüterkonzern zu schaffen - eine Erfolgsgeschichte mit Höhen und Tiefen, die vor 75 Jahren in Linz begann. Einschneidende Ereignisse der österreichischen Historie und deren gesellschaftliche Auswirkungen spiegeln sich auch in der Unternehmensentwicklung der voestalpine wider: Ausgehend vom Rüstungsbetrieb nach dem "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland, über den Wiederaufbau und den Aufstieg zum Paradeunternehmen der verstaatlichten Industrie, hin zur Krise des verstaatlichten Systems und zum Wiederaufblühen des Konzerns im Zuge der Privatisierung.

Dauerausstellung zu den Jahren 1938-1945 eröffnet 2014

Der Konzern stellt an sich selbst den Anspruch, einen transparenten Umgang mit der geschichtlichen Entwicklung zu leben und trägt dem durch eine Dauerausstellung unter dem Titel "Zeitgeschichteausstellung 1938-1945 - Gewidmet den NS-Zwangsarbeiterinnen und -Zwangsarbeitern am Standort Linz der Reichswerke Herman Göring AG Berlin" Rechnung. Diese Ausstellung wird im September 2014 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

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