Regierungsprogramm: Endlich gemeinnützige Stiftungen!

Fundraising Verband begrüßt gemeinnützige Stiftungen und Erweiterung Spendenabsetzbarkeit im Regierungsprogramm und fordert rasche Umsetzung.

Wien (OTS) - Der Fundraising Verband begrüßt die geplanten rechtlichen Anreize für gemeinnütziges Stiftungen im Programm der neuen Bundesregierung. Eine Milliarde Euro zusätzliche Mittel für den gemeinnützigen Sektor ist dabei die Hoffnung. Weiters befürwortet der Dachverband spendenwerbender Organisationen die geplante Stärkung des gemeinnützigen Sektors, die Erweiterung der Spendenabsetzbarkeit auf Kultur- und Sporteinrichtungen, die Hebung der Mittel für die EZA und die Förderung des freiwilligen Engagements. Gleichzeitig vermisst er aber die Spendenabsetzbarkeit für Tierschutz und Bildung.

Zusätzliche Mittel für den gemeinnützigen Sektor könnte es geben, wenn Stiftungen in Österreich endlich gemeinnützig aktiv sein könnten. "Wären die gemeinnützigen Stiftungsausschüttungen in Österreich auf ähnlichem Niveau wie in Deutschland und der Schweiz, würden jährlich rund 1 Milliarde Euro in die Bereiche Bildung, Forschung, Kultur, Soziales und Entwicklungshilfe fließen.", begrüßt daher Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria, die Verankerung von rechtlichen Anreizen für gemeinnütziges Engagement von Stiftungen im Programm der neuen Bundesregierung und ergänzt: "Gemeinnützige Stiftungen könnten nach der Spendenabsetzbarkeit der wichtigste Impuls für den gemeinnützigen Sektor in der Zweiten Republik werden!" Die neue Bundesregierung ist daher gefordert, dies umgehend umzusetzen. Finanzieren europaweit 110.000 Stiftungen gemeinnützige Einrichtungen und Projekte mit einer Summe von 83 bis 150 Mrd. Euro, spielen Stiftungen hierzulande derzeit noch eine Nebenrolle in der Finanzierung des dritten Sektors. So fließen jährlich bescheidene 20 bis 25 Mio. Euro in den gemeinnützigen Sektor. Aufgrund von attraktiveren Rahmenbedingungen sind es in anderen vergleichbaren europäischen Ländern nicht nur Millionen sondern Milliarden.

Stärkung der Zivilgesellschaft

Erstmalig ist in einem Regierungsprogramm auch das Bekenntnis einer Regierung zur Zivilgesellschaft und deren Organisationen verankert. "Das Bekenntnis zu einer grundsätzlichen Stärkung des gemeinnützigen Sektors ist ein Meilenstein in der zweiten Republik!", erklärt Lutschinger weiters.

Entwicklungszusammenarbeit endlich Priorität, muss aber umgesetzt werden!

Die Verankerung des Ziels, 0,7% des Bruttonationaleinkommens für Projekte der Entwicklungszusammenarbeit in einem stufenweisen Plan aufzuwenden, ist begrüßenswert. Dies darf aber kein Lippenbekenntnis bleiben: "Es kann nicht sein, dass die Regierung wie in der Vergangenheit weiter die Verantwortung an die Bürger delegiert und diese über Spenden ein Vielfaches zur Bewältigung globaler Krisen leisten.", betont Lutschinger.

Erweiterung Spendenabsetzbarkeit ohne Tierschutz und Bildung

Ebenso befürwortet der Fundraising Verband die Ausweitung der Spendenabsetzbarkeit auf Kultur- und Sporteinrichtungen. Handlungsbedarf gibt es aber noch bei dem beliebten Tierschutz und der Bildung. "Es ist nicht einzusehen, dass Spender von Tierschutz-und Bildungseinrichtungen weiterhin derart benachteiligt werden!", erklärt Lutschinger.

Anreize für Freiwilligenengagement

Positiv sind die weiteren Anreize für das Engagement Freiwilliger in unserer Gesellschaft zu bewerten. Nur gemeinsam können wir die Herausforderungen der Zukunft bewältigen. Jede Initiative, die ein solches Engagement fördert, ist daher begrüßenswert.

Insgesamt sieht der Fundraising Verband positive und wichtige Akzente im Regierungsprogramm für den gemeinnützigen Sektor und hofft auf eine rasche und zügige Umsetzung der geplanten Ideen.

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Mag. Peter Steinmayer
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