Jugend Eine Welt appelliert an künftigen Außenminister - Kürzungen des Budgets für Entwicklungszusammenarbeit verhindern!

Auch Jugendliche auf Auslandseinsatz sollten künftig Familienbeihilfe erhalten

Wien (OTS) - Reinhard Heiserer, Vorsitzender von Jugend Eine Welt, wendet sich mit einem dringenden Appell an die neue Bundesregierung und fordert sie auf, die für 2014 geplanten dramatischen Kürzungen des Budgets für Entwicklungszusammenarbeit zu verhindern: "Es ist zu begrüßen, dass das neue Regierungsprogramm Entwicklungszusammenarbeit als zentralen Auftrag der österreichischen Außenpolitik definiert. Auch der angekündigte Stufenplan zu ihrer Erhöhung sowie die vorgesehene Erhöhung des Auslandskatastrophenfonds sind Schritte in die richtige Richtung. Aber wie ein Sprichwort aus Ecuador sagt:
Hechos, no palabras! Taten, nicht Worte!" So hätte schon das letzte Regierungsprogramm vorgesehen, die gestaltbaren Mittel der Entwicklungszusammenarbeit "schrittweise und kontinuierlich substanziell anzuheben" - geschehen sei das Gegenteil.

"Ich appelliere insbesondere an den künftigen Außenminister Sebastian Kurz, ein Sparen auf dem Rücken der Ärmsten der Armen zu verhindern", so Heiserer. "Er hat mehrfach bewiesen, dass ihm Menschen in Not nicht gleichgültig sind. Wir freuen uns, dass er das verantwortungsvolle Amt des Außenministers übernimmt und wünschen ihm für diese wichtige Aufgabe alles Gute. Es wäre jedoch ein fatales Signal, wenn das Budget für Entwicklungsprojekte und Programme gleichzeitig mit seiner Amtsübernahme auf den historischen Tiefstand von 53 Millionen Euro sinkt."

Auch das erfolgreiche Auslandseinsatzprogramm "VOLONTARIAT bewegt" für Jugendliche, das von Jugend Eine Welt und den Salesianern Don Boscos getragen wird, ist von den drohenden Kürzungen betroffen. Heiserer ortet diesbezüglich gleich doppelten Handlungsbedarf:
"Derzeit haben Jugendliche, die sich in entwicklungspolitischen Projekten im Ausland engagieren, keinen Anspruch auf Familienbeihilfe, im Gegensatz zu solchen, die sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr in Österreich entscheiden. Insbesondere für Jugendliche aus einkommensschwächeren Familien wird ein Auslandsjahr somit unmöglich. Wir bitten die neue Bundesregierung, im Zuge der geplanten Erhöhung der Familienbeihilfe auch hier nachzubessern."

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