Leitl: AUVA Vorbild für andere Akteure im Gesundheitswesen

Budget 2014 steigt maßvoll mit besonderem Akzent auf Prävention - Kostenwahrheit statt Diskriminierung gefordert

Wien (OTS/PWK895 ) - "Die AUVA ist heute ein Vorbild für andere Institutionen - einerseits leistet sie Hervorragendes in der Unfallheilbehandlung, Rehabilitation und Prävention, andererseits hat sie stets solide gewirtschaftet, obwohl sie finanziell nicht nur nicht wie andere Träger unterstützt, sondern sogar massiv diskriminiert wird", kommentiert Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), den heutigen Budgetbeschluss und die Lage des größten Unfallversicherungsträgers.

Der Voranschlag 2014 sieht trotz schwacher Konjunktur einen minimalen Abgang und eine weit überdurchschnittliche Steigerung des Präventionsbudgets vor: +11,5% im Vergleich zu 2013, +25,2% im Vergleich zu 2012. "Die AUVA und damit die Wirtschaft, die zu 100% Financier der AUVA ist, gehen hier mit gutem Beispiel voran - etwa mit der bevorstehenden Kampagne gegen Handverletzungen und zahlreichen Präventionsprojekten für Erwerbstätige, aber auch für Kinder. Obwohl diese Maßnahmen allen zu Gute kommen, werden sie ausschließlich von der AUVA und damit von der Wirtschaft finanziert", betont Leitl.

Die Spielräume der AUVA sind eng, weil sie doppelt benachteiligt wird: Sie erhält für die Behandlung von Freizeitunfällen, für die sie nicht zuständig ist und die sie trotzdem in ihren Krankenhäusern behandelt, nur 20 Prozent ihrer Kosten ersetzt. Umgekehrt muss sie für Arbeitsunfälle, die in öffentlichen und nicht in AUVA-Spitälern behandelt werden, einen Pauschalbetrag von rund 200 Mio. Euro abführen, obwohl die Arbeitsunfälle - dank der Maßnahmen von AUVA und Unternehmen - massiv zurückgegangen sind.
"AUVA und Wirtschaft nehmen ihre Verantwortung für die gesamte Gesellschaft wahr. Wir wollen aber nicht die Packesel und Zahler der Nation sein", schließt Leitl. (SR)

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