Koalition übernimmt Vorschläge aus dem Steuerreformplan der Wirtschaftstreuhänder

KWT-Präsident Klaus Hübner sieht brauchbare Arbeitsgrundlage

Wien (OTS) - Vereinfachungen in Sozialversicherung und Lohnverrechnung, Durchforstung der Ausnahmebestimmungen in der Einkommenssteuer, Reduzierung des Eingangssteuersatzes auf 25 Prozent und Verzicht auf Vermögens- und Erbschaftssteuer: das Arbeitsprogramm der österreichischen Bundesregierung folgt in weiten Teilen den Reformvorschlägen der Kammer der Wirtschaftstreuhänder, sieht KWT-Präsident Klaus Hübner positive Aspekte im Regierungsübereinkommen.

Dass die steuerliche Entlastung ebenso wie die beabsichtigten Vereinfachungen Absichtserklärungen sind und die Konkretisierung einer Arbeitsgruppe übertragen wird, sieht Hübner nicht negativ. "Es kommt darauf an, dass die Maßnahmen konkret beschlossen und umgesetzt werden. Der Auftrag des Regierungsübereinkommens, die legistische Umsetzung bis 2015 abzuschließen entspricht genau dem im Reformplan der KWT vorgesehenen Zeitplan." Dies gelte auch für die grundsätzlich angedachte Reform bei Gebühren und Förderungen.

Steuerberater Bernhard Gröhs, der federführend am Steuerreformplan der KWT gearbeitet hat, merkt kritisch an, dass zwar die von der KWT geforderte Harmonisierung der Bemessungsgrundlagen im Einkommensteuersystem und in der Sozialversicherung beabsichtigt ist, nicht jedoch die vorgeschlagene Einhebung durch eine Behörde oder die Zusammenlegung der Sozialversicherungsträger. Gröhs: "Die Reformen sollten als großer Wurf umgesetzt werden. Die Politik darf nicht auf halbem Weg stehen bleiben."

Zu den konkreten steuerlichen Maßnahmen meint Hübner, der Verzicht auf die Gesellschaftssteuer sei eine richtige Entscheidung und die höhere Besteuerung von Alkohol, Tabak und Sprit fressenden Autos als steuerpolitische Lenkungsmaßnahme akzeptabel. Insgesamt stelle das Regierungseinkommen, soweit es die steuerlichen Aspekte betreffe, eine brauchbare Arbeitsgrundlage dar, deren Wirksamkeit erst am Grad der konkreten Umsetzung beurteilt werden könne.

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