Regierungsprogramm: Klasnic begrüßt Hospiz- und Palliativpläne

Präsidentin des Dachverbandes Hospiz Österreich: Regierungsansage "guter Beginn", Hoffnung auf Verhandlungen

Wien, 13.12.13 (KAP) Als "guten Beginn, der unseren klaren Erwartungen entspricht", wertete Waltraud Klasnic, Präsidentin des Dachverbandes Hospiz Österreich, die Ansage der künftigen Regierung zum Thema "Sterben in Würde", ebenso wie auch an anderer Stelle des Dokuments die eigene Erwähnung der Hospiz für Kinder. "Zentrale Aussage ist, dass Hospiz- und Palliativversorgung für alle erreichbar und leistbar werden soll", so Klasnic gegenüber "Kathpress". Sie lege Wert darauf, dass die Forderung eines hohen Maßes an Lebensqualität bis zuletzt auch bis "zur letzten Stunde" bedeute.

Zu erwarten sei nun, dass die Ansage auch umgesetzt werde, wofür sich auch der Dachverband Hospiz "sehr bemühen" werde, so dessen Vorsitzende weiter. Das dafür nötige Datenmaterial existiere bereits, hoffen müsse man nun jedoch auf den Erfolg der Verhandlungen. Klasnic: "Sowohl der Bund als auch die Länder und die Sozialversicherung müssen mitspielen."

Bezüglich des Grundrechts auf Sterben in Würde hält die Regierung in ihrem Grundsatzpapier fest, dass "Sterbebegleitung, Hospiz und Palliativversorgung bis zuletzt ein hohes Maß an Lebensqualität ermöglichen können" und die rechtlichen Rahmenbedingungen auch in Zukunft ein würdevolles Sterben ermöglichen müssten. "Zugleich soll ein nachhaltiges Bekenntnis zum Verbot der Tötung auf Verlangen abgegeben werden", heißt es weiters.

Eine parlamentarische Arbeitsgruppe (Enquete-Kommission) und die Bioethik-Kommission sollen nach Wunsch der Regierung klären, ob ein Verbot der Tötung auf Verlangen und das Recht, in Würde zu sterben, auch in der Verfassung verankert werden kann. Einfache Gesetze sollen sicherstellen, "dass der gleiche Zugang zur Palliativmedizin sowie zu den gegebenen Möglichkeiten der Sterbebegleitung gewährleistet ist". Noch im Jahr 2014 soll dazu ein Begutachtungsentwurf vorgelegt werden.

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