Kinderfreunde: Regierungsprogramm bringt Verbesserungen für Familien

Im Koalitionsvertrag finden sich viele Forderungen der Kinderfreunde wieder

Wien (OTS) - "Die intensive Lobbyarbeit der Kinderfreunde für Kinder und Familien in diesem Land hat sich offensichtlich ausgezahlt", freut sich Christian Oxonitsch, Bundesvorsitzender der Kinderfreunde über das am Freitag präsentierte Regierungsprogramm. Es sei erfreulich, dass sich viele Forderungen der Kinderfreunde im Koalitionsvertrag wieder fänden, besonders der massive Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen mit dem gleichzeitigen Bekenntnis zu bundesweit einheitlichen Qualitätskriterien sei ein großer Schritt. "Es ist gut zu sehen, dass Kindergärten endlich als Bildungseinrichtungen gesehen und auch so behandelt werden", so Oxonitsch.

Im Regierungsprogramm befänden sich jedoch noch viele andere positive Impulse für Kinder und Familien in Österreich. Zum Beispiel seien der Ausbau von Ganztagsschulen, die Einführung eines Papamonats, die Erhöhung der Familienbeihilfe und die Implementierung eines Kinderrechte-Monitorings langjährige Forderungen der Kinderfreunde. "Dazu kommt noch die Einführung von politischer Bildung als Schulfach ab der sechsten Schulstufe, was wir als Kinderfreunde seit einigen Monaten gemeinsam mit einer breiten Plattform verschiedenster Organisationen fordern", so Oxonitsch.

Ein paar Wermutstropfen seien jedoch auch in diesem Koalitionsvertrag spürbar: "Wir als Kinderfreunde sind seit jeher große Verfechter/innen von Verteilungsgerechtigkeit und hätten daher stark für Vermögenssteuern und die Festlegung auf eine gemeinsame Schule aller 10 bis 14-Jährigen plädiert. Auch ist die Abschaffung des Wissenschaftsministeriums und Eingliederung in das Wirtschaftsministerium ein sehr fragwürdiges Symbol, denn Bildung darf nicht ausschließlich der wirtschaftlichen Verwertbarkeit dienen", erklärt Oxonitsch. Generell zeige das Regierungsprogramm viele positive Ansätze, jedoch sei keine Zeit, sich darauf auszuruhen: "Es ist jetzt wichtig, den Worten auch Taten folgen zu lassen und das vorgenommene Programm zügig umzusetzen", fordert Oxonitsch abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Kinderfreunde
Mag. (FH) Daniel Bohmann
Pressereferent
Tel.: 01/512 12 98 - 60; 0699/19529488
daniel.bohmann@kinderfreunde.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KIB0001