NEOS: Wissenschaft wird Wirtschaft untergordnet

NEOS Wissenschaftssprecher Niki Scherak kritisiert die Zusammenlegung von Wissenschafts- und Wirtschaftsministerium

Wien (OTS) - Der Plan der Bundesregierung das Wissenschaftsressort an das Wirtschaftsministerium zu binden, stößt auf massive Kritik von NEOS Wissenschaftssprecher Niki Scherak. Er sieht durch die Zusammenlegung die Unabhängigkeit und Zukunftsfähigkeit der Universitäten gefährdet.

"Die Zusammenlegung von Wissenschaft und Wirtschaft in einem gemeinsamen Ministerium zeigt entweder von absoluter Unwissenheit, was Wissenschaft braucht und was Wirtschaft ist oder es herrscht hier in der ÖVP absolute Ignoranz. Diese Absicht ist nicht nur eine gefährliche Drohung sondern auch ein Schuss ins Knie der universitären Zukunft in Österreich. Ich bin fassungslos - das ist wie wenn man einen Zuchtbullen neben einen Traktor stellt und miteinander vergleicht", ärgert sich Niki Scherack.

Scherak kritisiert, dass die neue Ressortaufteilung eine Benachteiligung der Universitäten und der Forschung bringen wird. Laut dem NEOS Wissenschaftssprecher ist die Eingliederung weder international üblich noch unterstützt sie die Belange der Universitäten nach Unabhängigkeit und Ausgewogenheit ihrer wissenschaftlichen Arbeit. Mit der Ablösung von Karl Heinz Töchterle als Wissenschaftsminister verliert die Bundesregierung die letzte Kompetenz und Erfahrung im Umgang mit Universitäten.

"Die neue Ressortaufteilung ist eine klare Ansage und Absichtserklärung der rot-schwarzen Bundesregierung - Wissenschaft wird der Wirtschaft untergeordnet. Das ist tatsächlich neues Regieren - ein neuer Maßstab fehlender Weitsichtigkeit. Es werden jene Bereiche unter die Räder kommen, die sich nicht ökonomisieren lassen wie zum Beispiel die Geisteswissenschaften. Aber ohne Grundlagenforschung wird auch der "harten" Wirtschaft langfristig der Atem ausgehen. Karl Heinz Töchterle mag als Wissenschaftsminister Fehler gemacht haben, aber er wusste als ehemaliger Rektor wenigstens um die Belange der Universitäten Bescheid. Diese Kompetenz fehlt jetzt dieser rot-schwarzen Koalition. Sie verliert damit aber auch jegliche Glaubwürdigkeit, Wissenschaft und Forschung zukunftsfit machen zu können", schließt Scherak.

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