"Neujahrskonzert 2014" live im ORF: Michael Beyer setzt Wiener Philharmoniker und Wiener Staatsballett in Szene

Technische Vorbereitungen auf Hochtouren, "Backstage"-Film von Felix Breisach vor Fertigstellung, überraschende Live-Tanzeinlage im Musikverein

Wien (OTS) - Nur noch drei Wochen, dann ist es wieder so weit: Am 1. Jänner 2014, um 11.15 Uhr live in ORF 2 und Ö1, überträgt der ORF -zum 56. Mal in seiner Geschichte - das traditionelle "Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker" aus dem Goldenen Saal des Wiener Musikvereins. In bester HD-Qualität und mit Dolby Digital 5.1.-Sound geht die - zum zweiten Mal von Daniel Barenboim dirigierte -musikalische Grußbotschaft Österreichs um die ganze Welt. Die Vorbereitungen des ORF zur anspruchsvollen TV-Übertragung des hochkarätigen Konzertevents, der mittlerweile mehr als 80 Länder erreicht, laufen auf Hochtouren. Für die Bildregie zeichnet heuer erstmals Michael Beyer verantwortlich. Somit ist der vom ORF bereits vielfach eingesetzte Regisseur, der bisher u. a. schon beim "Sommernachtskonzert" der Wiener Philharmoniker sowie mehrfach bei den Neujahrskonzertballetten für brillante ORF-Bilder sorgte, erstmals für das gesamte Regiekonzept zuständig. Die beiden Balletteinlagen zum diesjährigen Konzert wurden bereits im September aufgezeichnet.

Bildregisseur Michael Beyer: "Ein Ritterschlag!" und "Keine Angst vor Live-Situationen"

"Natürlich freue ich mich sehr, nach mehrfacher Zusammenarbeit mit dem ORF und den Wiener Philharmonikern nun erstmals beim Neujahrskonzert die Bildregie zu übernehmen", sagt Michael Beyer. "Aufgrund der hohen Aufmerksamkeit und des festlichen Anlasses ist das natürlich eine besondere Herausforderung! Für jeden Bildregisseur ist das Neujahrskonzert gewissermaßen ein Ritterschlag", so Beyer. Die Live-Situation macht den in Celle geborenen Deutschen überhaupt nicht nervös: "Da ich selbst von der Musik und vom Theater komme, bin ich sehr vertraut damit. Ich habe keine Angst vor Live-Situationen. Im Gegenteil: Positive Motivation des Teams und das Adrenalin sorgen dafür, dass jeder sein Bestes gibt. Diese Spannung ist bei Aufzeichnungen, die anschließend bearbeitet werden können, fast nicht herzustellen", schildert der auch international vielbeschäftige Bildkünstler.

16 Kameras und neue Blickwinkel, aber: "Technik nicht im Vordergrund"

Insgesamt 16 Kameras setzt Michael Beyer beim "Neujahrskonzert 2014" ein, darunter zwei Schienenkameras (eine davon erstmals über dem Stehplatzraum mit Blick durch die Säulenreihe auf die Bühne), drei Tower-Cams auf der Bühne und der Galerie sowie eine Mini-Remote-Kamera auf der Bühne, die speziell den Dirigenten ins Bild rückt. Diese Effektkameras ermöglichen wieder neue Blickwinkel im Konzertsaal. "Natürlich ist es schwer, nach zahlreichen Neujahrskonzerten im gleichen Saal noch vollkommen neue Kamerapositionen zu 'erfinden'", erzählt Michael Beyer. "Uns ist es aber diesmal geglückt, ein paar neue Akzente zu setzen. Es gibt zwei Positionsvarianten heuer, dazu ein neues Konzept für eine bewegliche Kamera auf einer Schiene im Bereich Stehparterre. Zu viel möchte ich natürlich nicht verraten. Zudem hoffe ich, dass die Technik sich nicht in den Vordergrund spielt, sondern immer nur dazu beiträgt, die Musik und die Interpreten bestmöglich zu präsentieren", so Beyer.

Laufende Überprüfung und Verbesserung des Kamerakonzepts

Nur mehr drei Wochen bleiben dem Regisseur und seinem Team für die Vorbereitungen auf den großen Tag. Für Michael Beyer persönlich bedeutet das "viel Schreibtischarbeit an der Partitur, weil jede Kameraeinstellung im Vorfeld genau geplant wird. Aber wichtiger für mich ist die erste Phase der Vorbereitung im September/Oktober, in der ich die Musik ohne Noten vor den Augen höre, um ein Gefühl für die Atmosphären zu bekommen. Besonders gern mache ich das beim Spazierengehen oder im Fitnessstudio." Sehr wichtig sind für den "Herrn der Bilder" die Begehungen im Musikverein, bei denen die Kamerapositionen festgelegt werden. "Die erste dieser Begehungen fand bereits am 1. Mai statt", erinnert sich Beyer. "Natürlich wird das erarbeitete Konzept in den Proben ab dem 26. Dezember überprüft und ständig korrigiert, ergänzt und verbessert."

Zwei aufgezeichnete Balletteinlagen: Originelle Choreographie von Ashley Page in prachtvollem Liechtenstein-Ambiente und exzeptionellen Westwood-Kostümen

Bereits im Kasten ist die von Michael Beyer inszenierte Ballettproduktion zum "Neujahrskonzert 2014". Ende September wurden die Dreharbeiten zu den beiden bezaubernden Tanzeinlagen des Wiener Staatsballetts im glanzvollen Ambiente des neu renovierten Stadtpalais Liechtenstein abgeschlossen. Nach seiner erfolgreichen Premiere 2013 zeichnet erneut der britische Choreograph Ashley Page für die tänzerische Gestaltung der beiden Einlagen - dem Walzer "Die Romantiker" von Joseph Lanner und der Polka "Pizzicati" aus dem Ballett "Sylvia" von Léo Delibes - verantwortlich. Für die exzeptionellen Kostümkreationen konnte keine Geringere als die weltbekannte englische Modeschöpferin und Stilikone Vivienne Westwood gewonnen worden. Das Haus Westwood hat den Walzer-Roben eine elegante Note und den Polka-Kostümen einen witzig-frechen Touch verliehen und so eine kongeniale Einheit mit dem klassisch-britischen Tanzstil des Choreographen Page geschaffen.

Überraschungstänzer beim Live-"Donauwalzer" im Musikverein

Beim live getanzten Wiener Walzer "An der schönen blauen Donau" wird es am Neujahrstag eine besondere Überraschung geben: Die beiden österreichischen Weltklasse-Profitänzer und Heeressportler Kathrin Menzinger und Vadim Garbuzov werden mit einer kunstvollen Variante des Wienerischsten aller Gesellschaftstänze elegant durch den Musikverein schweben. Das auch im Privatleben liierte Tänzerpaar ist im Turnier- und Showtanz aktiv und konnte bisher zahlreiche Erfolge bei Staats- und Weltmeisterschaften im Latein- und Standardfach verbuchen. Erst dieses Jahr war das Paar bei gleich zwei Weltmeisterschaften im Finale vertreten und vor knapp einem Monat gingen die beiden mit einem "Donauwalzer" siegreich aus der Wiener-Walzer-Konkurrenz der "Austrian Open Championships" hervor. Einem breiten TV-Publikum bekannt wurden der 26-jährige in der Ukraine geborene Österreicher und die 25-jährige Niederösterreicherin aus Franzensdorf durch das ORF-Erfolgsformat "Dancing Stars", in dem sie drei Staffeln hindurch, von 2011 bis 2013, die Promis übers Parkett wirbelten. Auch sie werden für ihren Auftritt beim "Neujahrskonzert 2014" in elegante Tanzroben der Marke Westwood gehüllt.

"Es ist eine große Ehre für uns, beim Neujahrskonzert für ein weltweites Millionenpublikum zu tanzen. Wir freuen uns sehr über diese neue Möglichkeit und hoffen, den wunderschönen Klängen von Johann Strauß' 'An der schönen blauen Donau' mit unserem Wiener Walzer gerecht zu werden", sagen Kathrin Menzinger und Vadim Garbuzov. Mitte Dezember tanzt das Paar in Italien seine letzte Weltmeisterschaft für dieses Jahr, danach werden die beiden sich intensiv mit der Musik und mit einer perfekt dazu passenden Choreographie auseinandersetzen: "Nervös sind wir im Moment noch nicht, aber wir bezweifeln, dass wir in der Silvesternacht viel schlafen werden - und das wird ausnahmsweise mal nicht am Feiern liegen! Wir können uns wirklich keinen schöneren Start ins neue Jahr vorstellen und freuen uns auf eine unvergessliche Zeit gemeinsam mit einem tollen Team!"

"Backstage": ORF-"Pausenfilm" von Felix Breisach blickt hinter die Kulissen des Neujahrskonzerts

Der traditionelle ORF-Film in der Konzertpause, um circa 11.50 Uhr, kommt diesmal von Felix Breisach: Unter dem bezeichnenden Titel "Backstage" wirft der Filmemacher einen Blick hinter die Kulissen des weltweit erfolgreichsten Klassik-Events. Über fast ein Jahr erstrecken sich die Vorbereitungen dazu: Breisach verfolgt mit der Kamera u. a. die Arbeit an den Kostümen, die ersten Proben des Orchesters sowie die Produktion der beiden Ballette im einzigartigen Stadtpalais Liechtenstein. Der Film zeigt den enormen Einsatz der ORF-Technik und auch den großen Arbeitsaufwand, der nötig ist, um den Musikverein mit der Blumenpracht zu schmücken. Die rund 25-minütige Produktion ist ganz aktuell und wird daher erst letzter Minute vor der Live-Übertragung des "Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker" fertiggestellt.

ORF-Auftaktprogramm am Neujahrstag: Dirigentenporträt und Musikverein-Doku, Westwood-Filmporträt bereits am 29. Dezember

Durch das Programm der ORF-Neujahrskonzertübertragung führt auch am 1. Jänner 2014 wieder Barbara Rett. Zum Auftakt der Neujahrskonzert-"matinee" in ORF 2 stehen das Dirigentenporträt "Wege zur Musik mit Daniel Barenboim" (9.55 Uhr) und die ebenfalls von Felix Breisach gestaltete Dokumentation "Goldene Klänge - Der Musikverein Wien" (10.30 Uhr) auf dem ORF-Spielplan. Bereits am Sonntag, dem 29. Dezember, stimmt die "matinee" mit "Vivienne Westwood - Do it yourself" (9.05 Uhr), einem Porträt der Designerin der diesjährigen Kostüme für die Ballett- und Tanzeinlagen, auf das "Konzert der Konzerte" ein.

TV-Dakapo-Termine und ORF-TVthek

Das Neujahrskonzert - eine Produktion des ORF in Zusammenarbeit mit den Wiener Philharmonikern - wird am 6. Jänner um 10.00 Uhr in ORF 2 wiederholt, der "Pausenfilm" "Backstage" läuft davor, um 9.35 Uhr. ORF III Kultur und Information bringt bereits am Neujahrstag um 20.15 Uhr eine Aufzeichnung des Konzerts inklusive "Backstage". Ein weiteres Dakapo ist am 4. Jänner um 20.15 Uhr in 3sat zu sehen.

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