WESTbahn wird aus dem VOR gedrängt

VOR kündigt statt Reform der Einnahmenaufteilung an, das private Unternehmen zu eliminieren

Wien (OTS) - Die Nutzung der WESTbahn von VOR Zeitkartenkunden stieg 2013 um rund 50% an und die Nutzung mit Topjugend-Tickets überhaupt um 70%.
Der WESTbahn wurden von der ÖBB-PV AG und dem VOR bisher nur Einnahmenanteile angeboten, die weit geringer sind als das, was der Kunde für eine Zeitkarte (umgelegt auf die einzelne Fahrt) bezahlt. Anders ausgedrückt: Kunden fahren bei der WESTbahn, aber die ÖBB-PV AG erhält dennoch dafür Teile des Geldes. Die Grundlage dafür ist eine von der ÖBB-PV AG im sogenannten "Verbund-Light-Vertrag" vorgegebene Klausel, dass der WESTbahn wegen der günstigen Haustarife (ca. 50% vom Verbundtarif - analog zu den ÖBB Vorteilstickets) Gelder abgezogen werden können. Weiters reduziert die vom VOR und der ÖBB-PV AG gewünschte Einnahmenaufteilung auf die Unternehmen nur nach dem Angebot (Anzahl der Züge) die Einnahmen der WESTbahn. Damit wurde entgegen der realen Nutzung der Kunden von WESTbahn-Zügen im Jahr 2013 ein höherer Anteil von der ÖBB-PV AG Einnahmen zu Lasten der WESTbahn ermöglicht.
Damit wird die WESTbahn wirtschaftlich geschädigt.

Neben dem Thema "Zeitkarten" fehlt im VOR eine vertragliche Absicherung der WESTbahn für den zukünftigen Abrechnungsmodus bei Topjugend-Tickets (Abrechnung der Zahlungen des Wirtschaftsministeriums an den VOR), den es im OÖVV gibt. Darüber hinaus wurden von der ÖBB-PV AG nur marginale Anteile an der Schülerfreifahrt für die WESTbahn angeboten - weit entfernt von einer Abrechnung nach der tatsächlichen Nutzung von Schülern / Lehrlingen der WESTbahn. Der VOR konnte der WESTbahn keine wirtschaftlich tragbare Lösung anbieten.
Die Summe aller Benachteiligungen bei der Einnahmenaufteilung zusammen mit dem Fehlen jeglicher Subventionszahlungen an die WESTbahn (anders als an die ÖBB-PV AG im Nahverkehr) ließ der WESTbahn keine Alternative als eine leichte Ausweitung der Peak-Aufpreis Zeiten und betroffenen Tickets des VOR (Neu:
Topjugend-Ticket) vorzusehen.

Nunmehr kündigt der VOR jedoch an, dass die WESTbahn aus dem VOR aussteigt. Die WESTbahn hat aber keinen Ausstieg mitgeteilt.
Für die WESTbahn ist daher die Vorgangsweise seitens VOR nicht nachvollziehbar:
- viele Kunden haben auch nach dem Peak-Aufpreis (seit 9. September) gerne den kleinen Aufpreis bezahlt, um die für Pendler ersatzlos hohe Qualität (z.B.: November 97,3% Pünktlichkeit im Fernverkehr - also ein besonders pünktlicher Arbeitsweg) nutzen zu können. Außerhalb der Peak-Zeiten steht die WESTbahn Zeitkarten-Kunden immer zur Verfügung.

  • Die WESTbahn zu eliminieren schadet den VOR-Kunden, weil ihnen die Wahl genommen wird, ob sie ohne oder mit Aufpreis reisen wollen.
  • Der VOR beschränkt den Wettbewerb zwischen ÖBB-PV AG und WESTbahn. Die Kundenseite wird somit vom VOR außer acht gelassen, wenn die WESTbahn aus dem Verbund gedrängt wird. Für die WESTbahn zeigt sich, dass außer im OÖVV offensichtlich keine Bereitschaft besteht Hindernisse für den fairen Wettbewerb zu beseitigen.
  • Die WESTbahn hätte es also als Aufgabe des Verbundes gesehen, die faire Einnahmenaufteilung zwischen den Verkehrsunternehmen durchzusetzen statt die uralten Regeln (Aufteilung von Einnahmen nach Zugzahlen), die nicht zur Aufteilung von Einnahmen zwischen Wettbewerbern geeignet sind, zu konservieren.

Wie in vielen Bereichen Österreichs braucht es Reformen, um der Zukunft gewachsen zu sein. Die WESTbahn will weiter neue Lösungen, die fair sind und auch in Zukunft zur Liberalisierung passen.
Die WESTbahn, die kein offizielles Kündigungsschreiben erhalten hat und denkt selbst nicht daran, aus dem Verbund auszuscheiden und appelliert daher an den VOR überhastete Entscheidungen zu überdenken, die für die Kunden problematisch sein können und nicht die Wahlfreiheit zur ÖBB-PV AG zu reglementieren.

Rückfragen & Kontakt:

WESTbahn Management GmbH
Mag. Angelika Veith
Head of Communications
+43 (0)676 348 94 11
va@westbahn.at)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | WES0001