AK warnt: Weihnachtsgeschenke auf Pump kommen teuer!

Effektiver Jahreszins macht bei den vier großen Versandhändlern bis zu 22 Prozent aus

Wien (OTS) - Das Christkind sollte sich auf Ratenkauf oder eine Kontoüberziehung beim Einkauf von Geschenken nicht einlassen, warnt die AK. "Kauf auf Pump zählt zu den teuersten Krediten", sagt Gabriele Zgubic, Leiterin der AK Konsumentenpolitik. "Für ein Minus am Konto verrechnen Banken ebenfalls saftige Zinsen."

Die Angebote für Ratenkäufe sind gerade in der Vorweihnachtszeit extrem verlockend. Geworben wird oft mit "schnell", "günstig" oder "Teilzahlung ohne Risiko" - jedoch: Ratenkauf ist teuer und nicht ganz unheikel. Eine akutelle AK Recherche bei Neckermann, Otto, Universal und Quelle zeigt: Der effektive Jahreszins, also inklusive aller Kosten, beträgt 21,7 Prozent. "Manchmal werden die Zinsen als Monatszinsen angegeben. Das ist verwirrend. Denn beispielsweise 1,65 Prozent pro Monat klingen nicht so schlimm wie effektiv 21,7 Prozent", kritisiert Zgubic. "Konsumenten sollten sich als Alternative einen günstigeren Konsumkredit überlegen." Welche Zinsen dafür zu zahlen sind, finden KonsumentInnen unter www.ak-bankenrechner.at

Wer mit seinem Konto ins Minus rutscht, zahlt ebenfalls hohe Überziehungszinsen. Sie machen bis zu 13,5 Prozent aus. Wer sein Girokonto über dem vereinbarten Rahmen (in der Regel drei Monatsgehälter) dauerhaft überzieht, hat üblicherweise zu den teuren Minuszinsen zusätzlich noch fünf Prozent "Strafzinsen".

Tipps fürs "Abstottern" und für Kontoüberziehungen:

+ Rate genau prüfen: Checken Sie, ob Sie sich die vereinbarte Rate wirklich über die ganze Laufzeit leisten können. Achten Sie auf Effektivzinsen und Gesamtkosten. Ein Konsumkredit ist im Vergleich zu einem Ratenkauf meist günstiger.

+ Vorsicht bei Null-Prozent-Finanzierungen. Oft stecken dahinter hohe Bearbeitungsgebühren oder andere Kosten, etwa für eine verpflichtende Kreditrestschuldversicherung.

+ Wer sein Konto dauerhaft überzieht, sollte dringend mit seiner Hausbank reden. Vereinbaren Sie neue Zahlungsmodalitäten (Höhe des Kontorahmens, Zinssatz).

+ Bei Zahlungsrückständen fallen hohe Mahnspesen und Verzugszinsen an. Daher: Raten pünktlich bis zum Fälligkeitsdatum bezahlen. Können Sie die Rate nicht mehr zahlen, sollten Sie schnell die Bank kontaktieren und über geänderte Zahlungsmodalitäten reden, etwa Stundung oder Reduktion der Rate.

+ Vorsicht mit Dauer- oder Abbuchungsaufträgen, wenn Sie im Minus sind: Hier können teure Rückleitungsspesen - bis zu fast acht Euro -anfallen, weil der Betrag nicht abgebucht werden kann.

+ Finger weg von Kredithaien oder so genannten Finanzsanierungsunternehmen. Nur staatlich anerkannte Schuldnerberatungseinrichtungen können bei Überschuldung helfen.

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