Becker: Alle AMS der EU werden NEU vernetzt

Beschäftigungsausschuss des EU-Parlaments beschließt verpflichtende Kooperation der Arbeitsmarktservices - ÖVP-Becker ist Chefverhandler der Europäischen Volkspartei

Straßburg, 09. Dezember 2013 (ÖVP-PD) "Alle Arbeitsmarktservices, Arbeitsmarktverwaltungen und öffentlichen Arbeitsvermittlungsstellen der EU-Länder sollen verpflichtend zusammenarbeiten. Das beschließt heute Nachmittag der Beschäftigungsausschuss des EU-Parlaments in Straßburg", so der Beschäftigungssprecher der ÖVP im Europäischen Parlament, Heinz K. Becker. Der EU-Abgeordnete ist Chefverhandler der Europäischen Volkspartei (EVP) für das Gesetz, das einen verpflichtenden Datenaustausch zwischen den Arbeitsmarktservices vorsieht. ****

"Unser erstes Ziel ist es, das Lernen von den Erfahrungen der Anderen zur Verpflichtung zu machen", erläutert Becker. Besonders Mitgliedstaaten mit hoher Arbeitslosigkeit und wenig effizienten Arbeitsmarktstrukturen sollen davon profitieren. "Dabei spielt das österreichische AMS eine anerkannte Vorbildrolle. Niedrigste Arbeitslosigkeit und Jugendarbeitslosigkeit belegen den konkreten Beitrag, den effiziente Arbeitsmarktverwaltungen leisten", betont der ÖVP-Europaabgeordnete.

Bisher gab es nur eine informelle Kooperation der öffentlichen Arbeitsmarktverwaltungen in der EU. "Ab 2014 soll ein institutionelles Netzwerk ein umfassendes Benchlearning ermöglichen und damit auch die ebenfalls nach österreichischem Modell in der EU eingeführte Jugendgarantie wirksam unterstützen", betont Becker und stellt klar: "Keinesfalls darf die neue Zusammenarbeit zu einem Senken der Mindeststandards oder erhöhtem Konkurrenzkampf führen."

Mit der Internet-Plattform "EURES" soll darüber hinaus auch die grenzüberschreitende Mobilität Arbeitssuchender gesteigert werden. "Trotz horrender Arbeitslosigkeit in einigen Regionen Europas, gibt es gleichzeitig fast zwei Millionen freie Stellen in der EU, die nicht besetzt werden können. Hier wird derzeit ein enormes Jobpotential vergeudet”, so Becker.

Insgesamt vier Millionen Euro sollen aus dem "Programm für Beschäftigung und Soziale Investition" der EU für das neue Netzwerk zur Verfügung gestellt werden. Nach dem heutigen Beschluss im Parlamentsausschuss müssen noch die Regierungen der Mitgliedstaaten und das Plenum des Parlaments zustimmen. Ab Herbst 2014 soll dann die verpflichtende Zusammenarbeit der AMS beginnen.

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