Neues Volksblatt: "Sehr durchschaubar" von CR Christian HAUBNER

Ausgabe vom 6. Dezember 2013

Linz (OTS) - Hoch gehen die Wogen wegen der Ausnahmegenehmigung, wonach in Bad Ischl die Geschäfte am kommenden Sonntag aufsperren dürfen. Der Grund dafür ist simpel: Gemäß alter Tradition findet in Bad Ischl am 8. Dezember der Nikolomarkt statt. Bei diesem sind -auch das nach alter Tradition - die Geschäfte offen. Das macht auch Sinn: Immerhin werden an diesem Tag bis zu drei Prozent des Jahresumsatzes erzielt. Allein schon deshalb ist das Offenhalten am Markttag gerade für viele kleine, von Familien geführte Geschäfte eine essenzielle Frage.
Möglich sind solche Umsätze nur, weil der Markt viele Touristen anzieht. Daher ist es legitim, eine Ausnahme zu genehmigen, weil eine solche ja eben für Tourismusorte vorgesehen ist.
So weit, so logisch - sollte man meinen. Der Gewerkschaftsbund sieht das nämlich völlig anders und wittert gar einen "Vorstoß zur Aushöhlung des Öffnungszeitengesetzes".
Bei allem Respekt, aber diese Argumentation ist schlicht lächerlich. Denn gerade Landeshauptmann Pühringer und Landesrat Strugl haben immer unmissverständlich klar gestellt, dass sie gegen ein generelles Offenhalten der Geschäfte an Sonntagen sind - und haben auch aktiv dagegen angekämpft. Nun in diese - übrigens auch in anderen Bundesländern unter ähnlichen Bedingungen gewährte - Ausnahme etwas anderes hineinzuinterpretieren, ist ein allzu durchschaubares Manöver.

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