Blatnik: Frauenpolitik nicht gegen andere Politikbereiche ausspielen

Frauenpolitische Maßnahmen wichtig für erfolgreiche Gleichstellungspolitik, Qualifizierungsmaßnahmen und Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt

Wien (OTS/SK) - "Frauenpolitik ist wichtig - sowie Familien-, Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik. Hören wir auf, diese Politikfelder gegenseitig auszuspielen", betont Bundesrätin Ana Blatnik anlässlich der Debatte im Bundesrat zum Bericht zum Abbau von Benachteiligung von Frauen. Nachdem es noch immer Faktum ist, dass Frauen benachteiligt sind, sind alle Maßnahmen, die die Qualifizierung und Stärkung von Frauen unterstützen, notwendig. Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek hat mit zahlreichen Initiativen und Maßnahmen Frauengleichstellungspolitik ein gutes Stück weitergebracht. Blatnik sieht - obwohl die Qualifizierung von jungen Frauen immer besser wird - Handlungsbedarf innerhalb von Frauen in Führungspositionen. Immerhin sind noch immer 96 Prozent Männer in Führungspositionen in österreichischen Unternehmen. Blatnik fordert dazu, dass mehr Männer auch im Bereich der Pflege und der Kinderbetreuung tätig werden müssten. "Außerdem sollten mehr Männer in Karenz gehen", so Blatnik, die in diesem Zusammenhang die Privatwirtschaft auffordert, sich ein Beispiel am Öffentlichen Dienst zu nehmen. Das von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek initiierte Projekt wie das "Papamonat" im Öffentlichen Dienst werde bereits gut angenommen. ****

Blatnik hat in ihrer Rede auch die zahlreichen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen hervorgehoben. "Armut ist noch immer zum großen Teil weiblich. Daher müssen wir den Frauen auch sagen, dass Teilzeit arbeiten weniger Lohn und daher auch weniger Pension bedeutet", so Blatnik. Um aber Vollzeit arbeiten zu können, brauchen Männer und Frauen für ihre Kinder ausreichende Kinderbetreuungsplätze. "Auch hier hat die Bundesregierung mit dem Ausbau der Kinderbetreuung zusätzliche Maßnahmen gesetzt", so Blatnik. Neben den zahlreichen Qualifizierungsmaßnahmen von Frauen, dem Ausbau der Kinderbetreuung und der Durchsetzung der Gleichbehandlung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt, hebt Blatnik den Kampf gegen Gewalt gegen Frauen hervor. "Mit zahlreichen Aktionen der SPÖ-Frauen zu "16 Tage gegen Gewalt", setzen wir ein Zeichen, dass Gewalt kein Kavaliersdelikt ist, sondern strafbar und mit allen Mitteln zu bekämpfen ist", schloss Blatnik. (Schluss)up/rm

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