Jank: Wir brauchen eine Offensive für den Mittelstand!

WK Wien-Präsidentin Jank präsentiert im Wirtschaftsparlament 5-Punkteprogramm zur Entlastung der EPU und KMU: Anreize für Wachstum setzen statt über neue Steuern nachdenken

Wien (OTS) - Österreich zählt zu den reichsten Ländern der Welt. Das verdanken wir hauptsächlich der kleinteiligen Wirtschaftsstruktur mit ihrer starken regionalen Verankerung und den vielen familien- und eigentümergeführten Betrieben. "Unser Wohlstand ist keine Selbstverständlichkeit, sondern das Resultat aus Leistung und Einsatzbereitschaft. Die vielen Klein- und Mittelbetriebe sind dabei das Rückgrat und behaupten sich seit langem in einem anhaltend herausfordernden Umfeld. Es ist höchst an der Zeit, diesen Unternehmen das immer enger werdende Korsett aus Vorschriften, Steuern und Abgaben zu lockern, damit neue Kraft für Innovationen und Investitionen entsteht", sagt Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, im Rahmen des heutigen Wirtschaftsparlaments der WK Wien. Jank zeigt auch den Weg vor, wie die Unternehmer über ein 5-Punkteprogramm wesentlich entlastet werden sollen:

Erneuern statt besteuern
Die Wirtschaftstreibenden benötigen ein modernes Steuersystem, das transparent, flexibel und einfach zu verwalten ist. Dieses muss folgende Punkte beinhalten:
- Entlastung des Faktors Arbeit
- Abschaffung von Bagatellsteuern (zB Werbeabgabe)
- Eine "Steuererklärung auf einer Seite" für EPU und Kleinunternehmen (inkl. integriertem Tarif)
- Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter anheben

Weniger Bürokratie, mehr Freiheit
Die Verwaltung als Servicedienstleister der Wirtschaft, damit Betriebe Zeit und Geld sparen:
- Spürbare Reduktion des Administrationsaufwandes für Unternehmen, Bereinigung von Rechtsvorschriften in Bund, Ländern und Gemeinden
- Bürokratie-Check für alle neuen Gesetze vor Beschlussfassung
- One-Stop-Shop als Grundprinzip in der Verwaltung
- Aufhebung der Gebühren-Valorisierung und Kostenwahrheit bei den öffentlichen Abgaben

Fachkräfteland Österreich
Weiterentwicklung der Lehre mit Fokus auf:
- Verpflichtende Potentialanalysen für alle Schüler und Berufsinformation ab der 7. Schulstufe
- Angebote zur "Lehre mit Matura" weiter ausbauen
- Basisausbildung für Pädagogen im Bereich "Berufsorientierung und Bildungsberatung"
- Frühförderung von Kindern durch ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr

Wachstums- und Beschäftigungsimpulse sichern Wettbewerbsfähigkeit - Sanierungsbonus für private Investitionen
- Neue Investitionszuwachsprämie
- Verpflichtender Standortcheck für alle Gesetze
- Ausbau der Kinderbetreuungs- und Ganztagesschulangebote

Verbesserte Unternehmensfinanzierung
Der Zugang zu frischem Kapital muss für EPU und KMU einfacher werden. Gefordert wird daher:
- Erleichterung der Beteiligungs- und Eigenkapitalfinanzierung beispielsweise durch die Beseitigung der steuerlichen Diskriminierung von Eigenkapital
- Vergabe von Haftungen für Betriebe vereinfachen
- Zugang zu Wagniskapital für innovative Unternehmen verbessern

WK Wien als starker Partner der Betriebe
Gleichzeitig kündigte Jank vor dem Wirtschaftsparlament an, dass die Wirtschaftskammer Wien ihr Serviceangebot in den nächsten Wochen und Monaten weiter ausbauen wird. In einem ersten Schritt werden die am häufigsten nachgefragten Service- und Fortbildungsangebote der WK Wien in einem neuen "Erfolgsforum" gebündelt. Einen weiteren Schwerpunkt setzt die WK Wien auch bei den Gründern. So gibt es für die jährlich rund 8.000 Jungunternehmer ein neues Begrüßungspaket unter dem Motto "Schreiben Sie Ihre Erfolgsgeschichte". Damit soll den Gründern ein noch besserer Start in die Selbstständigkeit gelingen.

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