Flughafen Salzburg: Unser aller Tor zur Welt

Brüssel (OTS) - Der lange andauernde Konflikt um den Salzburger Flughafen hatte mit dem Vorschlag des deutschen Verkehrsministers Ramsauer für eine Durchführungsverordnung einen Sturm der Entrüstung erfahren.

MdEP Angelika Werthmann setzt angesichts dieser Pläne an: "Es geht um Anrainer auf der deutschen Seite, die unter dem Lärm der Anflugschneise leiden, das ist absolut verständlich. Es geht um technische Aspekte und Fragen der Machbarkeit, aber es geht auch um einen enormen Wirtschaftsfaktor der Region. Es stehen über 1000 Arbeitsplätze in und um den Flughafen auf dem Spiel, ganz abgesehen von der Verkehrsanbindung der Tourismusregion, angrenzendes Bayern wie auch Salzburg."

Die stellvertretende Landeshauptfrau in Salzburg, Frau Dr. Rössler hat sich erst kürzlich für den Flughafen Salzburg ausgesprochen, auch wenn sie dabei betont, dass sie bereits seit längerem auf eine für beide Seiten akzeptable Kompromisslösung verweist. Mittlerweile bewegt sich diese Angelegenheit in die höchsten politischen Kreise, sowohl Bundeskanzler Faymann als auch Außenminister Spindelegger wurden bereits in diesem Zusammenhang erwähnt. Zwischenzeitlich hat der deutsche Verkehrsminister Ramsauer 'vor ausgewählten Journalisten' Erklärungen abgegeben, in denen er sich deutlich vom "Wahlkampfgetöse" und von einem beabsichtigten Ruin des Flughafens distanziert.

"Der Flughafen in Salzburg ist eine unverzichtbare Anbindung für die gesamte Region, besonders, was den Tourismus anbelangt. Es muss eine Kompromisslösung gefunden werden, zu der ich an dieser Stelle auch in aller Deutlichkeit auffordere", stellt MdEP Werthmann fest. Auch Minister Ramsauer ist sich laut eigenen Aussagen der Bedeutung des Flughafens für die Wirtschaftsregion durchaus bewusst. "Es ist gut, dass Herr Minister Ramsauer eingesehen hat, dass eine restriktive Verordnung der falsche Weg ist. Allerdings muss man schon fragen, warum er dies nicht bereits bedacht hat, bevor er sich für einen so progressiven Vorstoß entschieden hat. Mit dieser Vorgehensweise wurde enorme Unruhe in die Beziehungen zwischen Deutschland und Österreich in diesem Gebiet gebracht, die nicht nötig gewesen wäre. Es war nicht zielführend, die langjährige und fruchtbare Zusammenarbeit in dieser gut organisierten EuRegio so in Mitleidenschaft zu ziehen", ist MdEP Werthmann überzeugt. "Wir müssen eine Lösung im Sinne aller Beteiligten finden. Ich bin sicher, dieses vorbildliche Miteinander in Europa über nationale Grenzen hinweg verdient etwas Besseres, als eine langanhaltend schädliche Verordnung. Hoffen wir, dass Herr Minister Ramsauer sich mit den Verantwortlichen tatsächlich über eine 'behutsame Verschiebung' der Anflugroutenbelastung einigen wird. Dieser Ansatz ist meines Erachtens eine kompromissorientierte und für alle akzeptable Lösung, auch die erwähnten geplanten Ausnahmen, für welche die Nordroute weiter bestehen soll, beruhen auf einer sinnvollen Argumentationsbasis."

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