JW-Roth: Jugend fordert echte Reformen im Pensionssystem

Tiefgehende und strukturelle Änderungen im Pensionsbereich notwendig, damit Junge entlastet werden

Wien (OTS/PWK869) - "Was bisher über die Ergebnisse der Unterarbeitsgruppe Pensionen bekannt geworden ist, lässt noch etliche Fragen offen", kommentiert Markus Roth, Bundesvorsitzender der Jungen Wirtschaft (JW), die Koalitions-Verhandlungen zum Thema Pensionen. Dem JW-Bundesvorsitzenden fehlen dringend notwendige Strukturreformen. "Der starke Fokus auf beschäftigungspolitische Maßnahmen, wie etwa das Bonus-Malus-System zu Lasten der Unternehmen, wird das Pensionssystem nicht dauerhaft retten. "Wirkliche Einsparungspotentiale werden dadurch nicht gehoben. Besonders ärgerlich ist, dass offenbar keine Maßnahmen vorgesehen sind, um den Zugang zu Frühpensionsarten zu erschweren. Damit zahlen die jungen und mittleren Generationen nach wie vor die teuren Privilegien der FrühpensionistInnen. "Die sehr hohen Kosten für Frühpensionen fehlen uns für Investitionen in Bildung, Forschung und Entwicklung", prangert Roth an und fordert, dass das faktische Pensionsantrittsalter dringend angehoben wird.

Das von den Verhandlern der Pensionsgruppe ins Auge gefasste Ziel, das tatsächliche Antrittsalter von derzeit 58,4 Jahren bis 2018 auf 60,1 Jahre zu steigern, kann nur dann als ambitioniert bezeichnet werden, wenn in dieser Steigerung nicht auf die Reha- und Umschulungsgeldbezieher vergessen wird, die pensionsähnliche Leistungen beziehen und damit eigentlich in der Statistik als PensionistInnen auszuweisen wären. "Der Grundsatz Rehabilitation und Reintegration vor Pension ist der richtige Weg, aber dann muss man beide Bereiche auch in der Statistik sauber trennen", so Roth.

"Die geplanten Regelungen werden die Finanzierungslücke im Pensionssystem so nicht schließen. Die junge Generation darf weiterhin die Zeche bezahlen. Wir brauchen endlich mutige Reformschritte", so Roth abschließend. (ES/PM)

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