60 Jahre Interessenvertretung für Jugendliche in Österreich!

Die Bundesjugendvertretung erinnert an die Gründung des Bundesjugendrings, die Vorgängerorganisation der heutigen Interessenvertretung für junge Menschen!

Wien (OTS) - Zum 60. Mal jährt sich heute die Gründung des Bundesjugendrings, der Vorgängerorganisation der Bundesjugendvertretung. "Damals wie heute kämpfen wir als Interessenvertretung mit unseren Mitgliedsorganisationen für die Anliegen von Kindern und Jugendlichen und darum, der Stimme junger Menschen in Politik und Gesellschaft mehr Gehör zu verschaffen", so David Neuber, Vorsitzender der Bundesjugendvertretung.

Herausforderungen im Wandel

Während viele Anliegen wie die stärkere Mitbestimmung junger Menschen nach wie vor zu den Zielen der Bundesjugendvertretung zählen, haben sich andere Herausforderungen in den letzten 60 Jahren stark gewandelt: "Die Entstehung des Bundesjugendrings fiel in die Zeit des Nachkriegs-Österreich und war geprägt von den Erfahrungen des zweiten Weltkriegs, während dem auch viele Jugendorganisationen verboten worden waren. Seither war vor allem der Betritt zur Europäischen Union wegweisend für die politische Stabilität Österreichs. Heute stellen vor allem die wirtschaftliche Lage sowie der demografische Wandel große Herausforderungen für die Zukunft der jungen Generation dar", schildert Neuber die Entwicklungen.

Von sieben auf 52 Mitgliedsorganisationen

Erfreulich ist, dass die Jugendarbeit in den letzten Jahrzehnten stark angewachsen und vielfältiger geworden ist, wie die Liste der Mitgliedsorganisationen zeigt: "Der Bundesjugendring wurde gegründet von sieben Jugendorganisationen (Katholische Jugend, Katholische Jungschar, Sozialistische Jugend, Gewerkschaftsjugend, Pfadfinder, Evangelische Jugend, Österreichische Jugendbewegung). Heute hat der geschäftsführende Verein der Bundesjugendvertretung 52 Mitgliedsorganisationen, die eine immense Fülle und Diversität der Kinder- und Jugendarbeit in Österreich repräsentieren", freut sich David Neuber.

Bekannte Gesichter

Gewandelt hat sich auch die Vielfalt der Gesichter: "Während die Gründung ausschließlich Männern vorbehalten war, ist der heutige Vorstand der Bundesjugendvertretung von Unter-30-Jährigen und vor allem geschlechterparitätisch besetzt. Und der Thron des damaligen Vorsitzenden würde heute dem gesamten Vorsitzteam Platz bieten", so Neubers Eindruck von den Archivfotos.
Das Engagement im Bundesjugendring war für viele Mitglieder der Beginn einer beruflichen Laufbahn im politischen oder sozialen Bereich. Unter den aktiven Mitgliedern finden sich bekannte Namen wie Franz Küberl, Erhard Busek, Fritz Verzetnitsch, Willi Mernyi, Othmar Karas, Johannes Hahn, Werner Amon, Alfred Gusenbauer oder Josef Cap. Mit einem der Gründungsmitglieder, Leopold Prüller, der von erster Stunde an dabei war, gibt es anlässlich des Jubiläums ein Treffen mit dem heutigen Vorsitzteam der Bundesjugendvertretung.

Großer Schritt: Jugend als Sozialpartner

Für die Interessenvertretung war vor allem der Beschluss des Bundesjugendvertretungsgesetzes, mit dem 2001 die Bundesjugendvertretung implementiert wurde, wegweisend, wie Neuber betont: "Das Gesetz war ein großer Schritt, der unsere Arbeit auf neue Beine gestellt hat. Vor allem die gesetzliche Verankerung als Interessenvertretung mit sozialpartnerschaftlichem Status hat uns stärkeres Gewicht verliehen." Einer der größten Erfolge war seitdem die Wahlaltersenkung auf 16 Jahre, für die sich die Bundesjugendvertretung stark gemacht hat. Aktuell bringt sie ihre Forderungen, wie den Ausbau der Politischen Bildung oder die Stärkung der Kinderrechte, in die Koalitionsverhandlungen ein.
"Die Bundesjugendvertretung ist heute auf einem guten Weg, für die Umsetzung der Interessen junger Menschen heißt es aber nach wie vor kämpfen. Damals wie heute brauchen junge Menschen eine starke Stimme", so das Resümee von Neuber zum 60-Jahr-Jubiläum.

Archivfotos von der Gründung des Bundesjugendrings stehen auf der Website der Bundesjugendvertretung zur Verfügung.
Link: www.jugendvertretung.at

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Bundesjugendvertretung
Mag.a Nicole Pesendorfer
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