ÖAMTC: Sturmschäden am Auto - Clubjuristen geben Auskunft

Kostenübernahme von Versicherungsvariante abhängig, Schaden unverzüglich melden

Wien (OTS) - Für weite Teile Österreichs verheißen die Wettervorhersagen nichts Gutes: der Winter hält mit starkem Sturm und Schneefall Einzug. "Durch umherwirbelnde Gegenstände bei heftigen Sturmböen können Fahrzeuge beschädigt werden", sagt ÖAMTC-Juristin Eva Unger. "Die Bandbreite reicht dabei von vergleichsweise harmlosen Dellen bis hin zu Totalschäden durch umgestürzte Bäume."

Ob die eigene Versicherung überhaupt zahlt, wenn es zu einem Unwetterschaden gekommen ist, lässt sich in der Polizze nachschauen. "Wer lediglich haftpflichtversichert ist, hat kaum Chancen, Geld von der Versicherung zu bekommen", klärt die Expertin auf. Wurde der Schaden durch einen Dritten verursacht - beispielsweise, wenn ein mangelhaft montiertes Gerüst oder eine Plakatwand durch einen Sturm auf das geparkte Auto gestürzt ist - so haftet dieser unter bestimmten Voraussetzungen. Wenn lose Dachziegel oder Bäume auf ein parkendes Auto fallen, könnte der jeweilige Grundstücksbesitzer haften. Jedoch muss der Geschädigte den Nachweis erbringen, dass der Besitzer seine Erhaltungspflichten verletzt hat.

Voll- und Elementar-Kaskoversicherung: Achtung bei Selbstbehalt und Fahrlässigkeit

Anders verhält es sich bei Voll- und Elementar-Kaskoversicherungen. "Hier sind Schäden durch Naturgewalten wie Sturmböen über 60 km/h gedeckt", erläutert ÖAMTC-Expertin Unger. "Die Versicherung übernimmt auch Reparatur- bzw. Abschleppkosten bis zur nächsten Werkstatt." Vorsicht ist trotzdem geboten: Nicht jede Kaskoversicherung ist gleich, Selbstbehalte in unterschiedlicher Höhe sind möglich. Auch hier lohnt sich ein Blick in die Polizze und in die Versicherungsbedingungen. Wird das Auto an einer offensichtlich gefährlichen Stelle - zum Beispiel unter einem morschen Baum -abgestellt, kann die Versicherung die Leistung wegen grob fahrlässiger Herbeiführung eines Versicherungsfalles sogar verweigern. "Die Meldung bei der Versicherung sollte jedenfalls unverzüglich erfolgen. Von Vorteil ist auch eine Dokumentation mit Fotos bzw. Zeugen", empfiehlt die ÖAMTC-Juristin.

"Wer unsicher ist, sollte sich zunächst an die Juristen des ÖAMTC wenden", macht Unger auf die Unterstützung durch den Club aufmerksam. Die Rechtsberatung ist für Mitglieder kostenlos. Weitere Infos gibt es online unter www.oeamtc.at/rechtsberatung.

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