SWV-Strobl: Weg mit dem SVA-Selbstbehalt!

SWV Wien fordert Abschaffung des SVA-Selbstbehalts und früheres Krankengeld für Selbstständige

Wien (OTS) - Mit Spannung erwartet LAbg. GR Fritz Strobl, Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Wien (SWV Wien), das heutige Abstimmungsverhalten des ÖVP-Wirtschaftsbundes im Zuge des Wirtschaftsparlaments der Wirtschaftskammer Wien.
"Es stellt sich die Frage, ob der Wirtschaftsbund auch diesmal wieder die Anträge des SWV Wien zur restlosen Abschaffung des SVA-Selbstbehalts für Selbstständige sowie zur früheren Auszahlung des Krankengeldes abschmettern wird, oder wir eventuell doch auf ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk hoffen dürfen", so Strobl.

Im Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer Wien wird heute, Donnerstag, erneut über die Anträge des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Wien zur sozialen Absicherung von Selbstständigen abgestimmt.
Konkret geht es zum einen um die restlose Abschaffung des SVA-Selbstbehalts, den Selbstständige bei jedem Arztbesuch bezahlen müssen, zum anderen um die Auszahlung des Krankengeldes ab dem 4. Tag der Arbeitsunfähigkeit für Betriebe mit bis zu 5 Mitarbeiterinnen und/oder Mitarbeitern.

SWV Wien fordert: Weg mit dem Selbstbehalt!

Selbstständige sind verpflichtet, bei jedem Arztbesuch einen SVA-Selbstbehalt zu entrichten. Für viele Eine-Person-Unternehmen oder Kleinbetriebe, die ohnehin am oder unter dem Existenzminimum leben, stellt dieser jedoch eine ungeheure Belastung dar. Aus diesem Grund fordert LAbg. GR Fritz Strobl, Präsident des SWV Wien, dessen restlose Abschaffung. "Kranksein darf nicht zusätzlich bestraft werden. Der Selbstbehalt ist ungerecht und muss weg!", so Strobl.

Krankengeld ab dem 4. Tag der Krankheit

Zwar stellt die derzeitige Krankengeldregelung für Selbstständige einen sozialpolitischen Meilenstein dar, dennoch ist sie in der vorliegenden Form absolut unzureichend: Krankengeld für Betriebe mit bis zu 25 Mitarbeiterinnen und/oder Mitarbeitern ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, jedoch keine wirkliche Hilfe für jene, die es wirklich benötigen, nämlich Eine-Person-Unternehmen sowie Kleinbetriebe. Ein längerer Ausfall durch Krankheit oder Unfall der Schlüsselperson(en) erhöht in diesen Unternehmen die Gefahr des Stillstands oder der Schließung des Betriebes. Während davon auszugehen ist, dass Betriebe mit 25 Mitarbeiterinnen und/oder Mitarbeitern ihre Tätigkeit im Krankheitsfall auch ohne Anwesenheit der Unternehmerin oder des Unternehmers - zumindest für eine gewisse Zeit - fortsetzen können, ist diese Sicherheit bei einem Eine-Person-Unternehmen oder einem Betrieb mit bis zu 5 Mitarbeiterinnen und/oder Mitarbeitern realistisch nicht gegeben. Aus diesem Grund fordert der SWV Wien das Krankengeld ab dem 4. Tag der Arbeitsunfähigkeit für Betriebe mit bis zu 5 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

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