Zinggl: Antiziganismusbericht zeigt Handlungsbedarf auch in Österreich

Grüne: Bewusstseinsverändernde Maßnahmen notwendig

Wien (OTS) - "Die Präsentation des ersten Anti-Ziganismus-Berichts durch das Romano Centro macht eines deutlich: Wenn es um rassistische Vorurteile gegenüber Roma und Sinti geht, ist auch Österreich keine Ausnahme", meint der Kultursprecher der Grünen, Wolfgang Zinggl. Das Spektrum reicht von der Ablehnung am Würstelstand, über den Aufruf zur Gewalt gegen durchziehende Roma im Internet, bis hin zur öffentlichen Stereotypisierung der Volksgruppe als Kriminelle durch einen Polizisten.

"Diskriminierungen sind vor allem ein Phänomen der Mehrheitsgesellschaft im praktischen Umgang mit Minderheiten und deshalb reicht es nicht, auf die entsprechenden Bestimmungen im Strafrecht zu verweisen und die Betroffenen sonst allein zu lassen," merkt Zinggl an. "Das Umdenken muss in den Köpfen stattfinden. Wir brauchen Aufklärungsstrategien und eine generelle Sensibilisierung in unseren Behörden, in den Schulen und im Gesundheitswesen. Die Lebenswirklichkeit der Roma und Sinti muss öffentlich thematisiert und dargestellt werden. Eine nationale Roma-Strategie, wie sie seit Jahren im Bundeskanzleramt erarbeitet wird, muss diese Punkte beinhalten" fordert Zinggl.

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