Pirklhuber an Berlakovich: Tauchstation beenden und Arbeit für Österreichs Bauern aufnehmen!

Grüne fordern Bio-Offensive und Unterstützung der bäuerlichen Familienbetriebe

Wien (OTS) - "Minister Berlakovich muss endlich seine politische Tauschstation beenden und die parlamentarische Arbeit für unsere Bauern aufnehmen. Der Landwirtschaftsausschuss muss umgehend eingesetzt werden, damit wir die Zukunft unserer Landwirtschaft gestalten. Die heute präsentierte Studie zum vokswirtschaftlichen Nutzen der Bio-Landwirtschaft untermauert die Grüne Forderung nach einem Bio-Aktionsplan für Österreich", stellt Wolfgang Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher der Grünen, klar.

Die Grünen bemängeln den von Minister Berlakovich zu verantwortenden Bio-Einstiegsstopp. ÖPUL-Betriebe hatten im Herbst 2009 letztmalig die Möglichkeit in die Maßnahme "biologischer Landbau" einzusteigen und damit ab 2010 die Bio-Förderung zu erhalten. "Seither gilt ein Einstiegsstopp für Neubetriebe in die Bioförderung bis Ende 2013 und das mit deutlichen Folgen: wurden im Jahr 2010 noch 21.728 Biobetriebe gefördert, waren es 2012 bereits 376 Bio-Betriebe weniger, Niki Berlakovich sei 'Dank'. Wir brauchen dringend einen Kurswechsel, der auch dem volkswirtschaftlichen Nutzen der Bio-Landwirtschaft Rechnung trägt", fordert Pirklhuber.

Auch die Europäische Agrarreform schafft aus Sicht der Grünen Druck, endlich im Parlament über die Entwicklungen und Schlussfolgerungen für Österreich zu diskutieren. Die EU-Agrarpolitik gibt den Mitgliedsstaaten die Möglichkeit, die ersten 30 Hektar je Betrieb besser zu fördern. Dadurch könnten die kleinen Betriebe unterstützt und der bäuerliche Arbeitsplatz entsprechend aufgewertet werden. Die Mehrbelastungen der letzten Jahre durch Erhöhung von Sozialversicherungsprämien und gestiegene Betriebsmittelkosten könnten abgefedert werden.

"Die bisherigen Informationen durch den Minister sind unvollständig und zum Teil veraltet. Unsere Bauern brauchen Sicherheit, wie es für sie in den kommenden Jahren weitergehen soll. In Deutschland, beispielsweise, haben sich die Landwirtschaftsminister bereits im November auf diesen Weg geeinigt und für die ersten 30 Hektar je 50 Euro mehr an Prämie beschlossen. Berlakovich spielt hier wieder die Rolle des Ministers Tatenlos", erklärt Pirklhuber. Pirklhuber wundert sich auch über die Landwirtschaftskammern, die ihre Mitglieder über diese Möglichkeiten nicht ausreichend informiert haben.

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