AKS NÖ: Schriftliche Matura abschaffen, mündliche Matura aufwerten!

Matura reformieren, Kritik an der Zentralmatura ernst nehmen

Wien (OTS) - Die Zentralmatura kommt 2015 für AHS und 2016 für BMHS. "SchülerInnen äußern Kritik und das zu Recht. Sei es zum Beispiel das Benotungssystem oder oft geänderte Regelungen bei der vorwissenschaftlichen Arbeit. Die Angst und die Unsicherheit, die (neue) Matura nicht zu bestehen, führt dazu, dass die Diskussion rund um die Zentralmatura sehr emotional geführt wird", äußert Benjamin Jaquemar, Vorsitzender der Aktion kritischer SchülerInnen Niederösterreich (AKS NÖ), Kritik. Deswegen sei es wichtig, bestehende Kritikpunkte ernst zu nehmen und die Zentralmatura so zu adaptieren, dass für SchülerInnen kein Nachteil aus der Systemumstellung entstehe. Die aktuelle Debatte verleite laut Jaquemar nämlich dazu, die generelle Sinnhaftigkeit der Matura in ihrer jetzigen Form in Frage zu stellen: "Man sieht den Druck und die Angst der SchülerInnen vor der Matura, wodurch die Diskussion die jetzige Form annahm. Ein Schulsystem, in welchem Angst und Druck -vor allem vor den Abschlussprüfungen - immanent sind, ist aus Sicht der AKS NÖ klar abzulehnen", so Jaquemar.

"Deswegen fordert die AKS NÖ, die schriftliche Matura abzuschaffen und durch eine aufgewertete, mündlich Matura zu ersetzen. Die mündliche Matura bietet den Jugendlichen nämlich die Möglichkeit, Schwerpunkte zu setzen und Wissen eigenständig zu erarbeiten und zu präsentieren und bereitet dadurch viel besser auf die Hochschule vor, wo eigenständig erstellte Projektarbeiten gang und gäbe sind", fordert Jaquemar ein Umdenken und führt weiter aus: "Im Laufe der Schulzeit müssen SchülerInnen ohnehin schon jede Menge Schularbeiten, Tests und schriftliche punktuelle Leistungsüberprüfungen absolvieren. Die schriftliche Matura besteht aus 'Monster-Schularbeiten', die innerhalb eines geringen Zeitraums absolviert werden müssen. Das führt zu einem Auswendiglernen des Stoffes und viel Erlerntes wird schnell wieder vergessen"

Mit nachhaltiger Wissensaneignung habe das laut Jaquemar wenig zu tun:"Statt auf einen nachhaltigen Lernerfolg zu setzen, wie durch selbsterarbeitetes Wissen, Projektarbeiten und Interessensförderung, sind SchülerInnen permanent mit ihren Schwächen konfrontiert und haben so keine Möglichkeit, ihren Interessen nachzugehen. Deswegen ist es an der Zeit, die Matura grundsätzlich zu reformieren und auch die Mängel, die die aktuelle Umsetzung der Zentralmatura mit sich bringt zu beheben und die Schülerinnen und Schüler in ihrer Kritik ernstzunehmen", so Jaquemar abschließend. Sollte das nicht geschehen, wird sich die AKS NÖ ebenfalls den geplanten Protestmaßnahmen anschließen.

Foto der Aktion zur kostenfreien Verwendung unter:
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Benjamin Jaquemar
AKS NÖ Landesvorsitzender
0650/3201240
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