ÖGB-PensionistInnen verärgert über unwürdige Pensionsdiskussion

Thum: Halbwahrheiten und teilweise falsche Zahlen auf der Tagesordnung

Wien (OTS/ÖGB) - "In der aktuellen Diskussion über das österreichische Pensionssystem wird immer öfter mit Halbwahrheiten und falschen Zahlen agiert. Das ist unwürdig und die PensionistInnen sind zu recht darüber verärgert", stellte der Vorsitzende der ÖGB-PensionistInnen, Werner Thum, beim heutigen BundespensionistInnen-Vorstand in Wien fest.++++

So werde der finanzielle Aufwand lediglich für die gesetzliche Pensionsversicherung dargestellt (ASVG, GSVG, BSVG). Nicht berücksichtigt werde der Pensionsaufwand für Bund und Länder (pragmatisiert). Thum: "Da immer weniger Personen pragmatisiert werden und auch die Pensionshöhe durch die Anpassung an das Allgemeine Pensionsgesetz (APG) geringer ist, sinkt hier der Aufwand. Ebenfalls nicht berücksichtigt sind die finanziellen Unterstützungen für die 2. und 3. Säule der
Pensionsversicherung, die Privatversicherungen. Eine Studie des WIFO über Kosten der betrieblichen und privaten
Altersvorsorge von August 2010 weist für die öffentliche
Hand 1,35 Milliarden Euro an Ausgaben aus."

"Weiters ist für die Ermittlung des Richtwertes - Addition von zwölf Werten mit anschließender Division durch zwölf und
Rundung auf drei Dezimalstellen - keine hochkarätig
besetzte Kommission erforderlich", sagt Thum.
Zusätzlich bleiben Pensionen des öffentlichen Dienstes außer Betracht. Die gemeinsame Darstellung ist zwar im
Regierungsprogramm für die Jahre 2008 bis 2013 enthalten, jedoch bis heute nicht umgesetzt

Thum: "Langfristprognosen, die letzte bis zum Jahr 2060,
sind äußerst kritisch zu betrachten, da bereits geringfügige Abweichungen von den Annahmen langfristig große Auswirkungen haben. Beim Langzeitbericht des Jahres 2010 kam es wegen
der pessimistischen Annahmen - vor allem zum
Wirtschaftswachstum, Beschäftigung, tatsächliches Pensionsanfallsalter - zu keiner Zustimmung
unsererseits zur Vorlage. Es ist nicht gerechtfertigt, auf Grund solcher Vorgaben und möglichen Entwicklungen in den
nächsten 30 bis 50 Jahren Sofortmaßnahmen vorzuschlagen."

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