Moser: Täglich werden 31 Fußballfelder verbaut, Lebensgrundlagen vernichtet und Hochwasser verschärft

Grüne: Rückwidmungen und Rückbau erforderlich

Wien (OTS) - "Mit der täglichen Verbauung der Fläche von 31 Fußballfeldern hat die Bodenversiegelung in Österreich ein gemeingefährliches Ausmaß erreicht. Die Raumordungslandesräte müssen endlich die Reißleine ziehen, sonst musss die Raumordnung zentraler organisiert werden", fordert Gabriela Moser, Bautensprecherin der Grünen, anlässlich des Weltbodentags.

"Weniger Ackerfläche, mehr Hochwasser, weniger Klimaschutz, mehr Verkehrsaufkommen sind die Folgen der fatalen Raum'unordungs'politik der Ortskaiser, die viele Bundeländer ungeniert 'urassen' lassen", analysiert Moser. Seit Jahrzehnten ereigenen sich österreichweit Baulandwidmungen in geradezu gemeingefährlichem Ausmaß, wie uns die Hochwasserschäden zeigen. Neben übermäßigem, flächenfressendem Siedlungswesen tragen vor allem verkehrserregende und extrem hässliche Einkaufszentren zur Vernichtung der Bodenvorräte bei. Krebsgeschwüren gleich zerstören diese die Einkaufsstruktur in den Ortskernen und führen zu erhöhtem umwelt- und menschenschädlichen Individualverkehr. Sie bieten darüberhinaus einen Ausbund von Hässlichkeit und verhuntzen die Landschaft in schändlichem Ausmaß, was dem Tourismusland Österreich nur schadet. Diesen Schluss hat auch Buchautor Tarek Leitner gezogen.

Darüberhinaus versiegeln unnötige und überdimensionierte Straßenbauten und riesige asphaltierte Parkplätze wertvolle Böden und vernichten das klimamäßig hilfreiche Bodenleben. Ein Flug über Österreich und Bayern lässt erkennen, dass die kompakten Siedlungen, der maßvolle Straßenbau und die Konzentration der Geschäfte in den Ortskernen in unserem Nachbarland zu geringerer Versiegelung führen und ökonomisch und ökologisch nachhaltiger und vor allem bedeutend ästhetischer sind. "Bayern entmachtete die Ortskaiser rechtzeitig und verfolgt auf der Ebene der Landkreise eine nachhaltigere Raumordnungspolitik. Österreich muss sich hier ein Beispiel nehmen", sagt Moser.

"Bürgermeister und Landesräte müssen daran gehindert werden, der weiteren Bodenvernichtung Vorschub zu leisten. Widmungsgewinne durch Freunderlwirtschaft gehören rückgängig gemacht. Ein bundesländerspezifischer Rückwidmungsplan muss im Sinne des Bodenschutzes dringend erarbeitet werden", sagt Moser und verweist auf Salzburg, wo sich die Grüne Astrid Rössler als Landesrätin bereits für diese Maßnahmen einsetzt.

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