Kaske beim Workshoptag für SchülerInnen in der AK: "Junge müssen sich behaupten können"

150 Jugendliche bei sechs Arbeitswelt-Planspielen und Bewerbungstrainings parallel - AK feiert mit SchülerInnen 35 Jahre Projekt Arbeitswelt und Schule

Wien (OTS) - Allein heute 150 Jugendliche bei den Arbeitswelt-Planspielen und Bewerbungstrai-nings am Workshoptag des AK Projekts Arbeitswelt und Schule - und jährlich allein in Wien 25.000 Jugendliche, die die Angebote von Arbeitswelt und Schule nutzen: "Arbeitswelt und Schule ist ein Renner", sagt AK Präsident Rudi Kaske beim Rundgang durch die "bespielten" Räume im AK Wien Bildungszentrum: "Das Interesse ist kein Wunder: In der Schule wird selten gelehrt, wie Solidarität geht oder wie man sich bewirbt." Seit 35 Jahren schließt Arbeitswelt und Schule, ein Gemeinschaftsprojekt aller Arbeiterkammern in Österreich, diese Lücke. Heute wurde das gefeiert. Kaske wünscht sich für die SchülerInnen je ein eigenes Fach für Be-rufsorientierung und für politische Bildung in allen Schulen:
"Wichtig ist vor allem, dass die Jugendlichen lernen, ihre eigenen Interessen zu vertreten."

In den Workshops spielen die Jugendlichen heute etwa durch, wie sich eine Belegschaft gegen die Schließung ihres Betriebs wehrt. Eine andere Gruppe führt Lohnver-handlungen in "Spezialstadt", als VertreterInnen der UnternehmerInnen oder der ArbeitnehmerInnen. Eine dritte Gruppe wiederum bereitet sich im Workshop "My future" auf die Berufswahl vor.

"Ziel von Arbeitswelt und Schule ist, ein realitätsgerechtes und kritisches Bild der Arbeitswelt zu vermitteln", sagt Kaske. In den Schulen passe da einiges noch nicht: Nur in der Neuen Mittelschule ist Berufsorientierung mittlerweile ein eigenes Schulfach, und nur in der Berufsschule gibt es politische Bildung als eigenes Fach. Dabei wäre es wichtig, dass die SchülerInnen ihre Rechte als ArbeitnehmerInnen kennen: Die Hälfte der SchülerInnen in Neben- oder Ferialjobs ist entweder nicht angemeldet oder kennt das eigene Arbeitsverhältnis nicht, zeigt eine Studie.

Kaske tritt für je ein eigenes Fach Berufsorientierung und politische Bildung in den Schulen ein. Vor allem müsse "soziale Bildung" Teil der politischen Bildung sein. Die jungen Leute sollen lernen können, was ihre Rechte in der Arbeitswelt sind und wie sie sie durchsetzen können. Kaske: "Junge müssen sich behaupten können."

Das Projekt Arbeitswelt und Schule bietet Schulen seit 35 Jahren Unterrichts- und Infomaterialien, Wirtschaftsplanspiele, Bewerbungstrainings oder einen ReferentInnendienst. Zielgruppe sind Jugendliche von der 7. bis zur 13. Schulstufe. Allein in Wien profitieren im Jahr fast 25.000 Jugendliche von den Angeboten.

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