VP-Dworak: Mailath-Pokorny gefährdet Baukulturelles Erbe

Nach der Reduktion für die einzelnen Förderungen um 20% will Stadtrat weitere Kürzung für die Altstadterhaltungsansuchen

Wien (OTS) - Bei der gestrigen Sitzung des Altstadterhaltungsfonds, in der die heurige Förderungsliste für die Erhaltung von denkmalgeschützten Objekten beschlossen wurde, schlug Andreas Mailath-Pokorny eine abermalige Reduktion der Einzelförderung von bis zu 50% vor. Er begründet diese Reduktion mit zu vielen Anträgen und zu wenig Mittel für den Altstadterhaltungsfonds. Gleichzeitig wurde eine Änderung der Richtlinien für den Beirat gegen den Willen der ÖVP beschlossen, die Böses für die zukünftige Verteilung der Mittel erahnen lässt.

Die Mittel für den Altstadterhaltungsfonds werden aus den Zuschlägen zur ORF-Gebühr (Kulturförderungsbeitrag derzeit 5,10 Euro) gespeist. Noch im Jahr 2000 war der Anteil aus dem Kulturförderungsbeitrag 49% für die Altstadterhaltung und im darauffolgenden Jahr gar 59%. Und obwohl der Kulturförderungsbeitrag seit 2003 von 11,5 Mio Euro bis 2012 auf rund 33,5 Mio Euro gestiegen ist, wurden die Mittel für die Altstadterhaltung sukzessive gekürzt. Und dies obwohl auch schon das Kontrollamt im Jahre 2004 darauf hingewiesen hat, dass die Mittel des Kulturförderungsbeitrags "insbesondere" der Altstadterhaltung zugeführt werden sollten. Zuletzt wurden aber nur mehr rund 16,3% des Kulturförderungsbeitrags in die Erhaltung der historischen Baudenkmäler investiert. Jetzt will offenbar Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny die Mittel des Altstadterhaltungsfonds nochmals gießkannenmäßig aufteilen, um die finanziellen Löcher in seinem Kulturbudget durch Nichtaufstockung des Fonds weiterhin stopfen zu können.

"Die ÖVP spricht sich gegen diese Vorgangsweise aus und hat dem Stadtratsvorschlag auf weitere Reduktion der Förderungen nicht zugestimmt. Die Stadt muss sich endlich auf Ihre historischen Wurzeln besinnen und damit den Flair dieser Stadt, deren Baudenkmäler wesentlich dazu beitragen, erhalten", so ÖVP Wien Planungssprecher LAbg. Bernhard Dworak.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (+43-1) 4000 /81 913
mailto: presse.klub@oevp-wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR0002