Integrationspolitik bedeutet Potenzial nicht Problem

IRE-Fachkonferenz "Integrationspolitik auf regionaler und lokaler Ebene" am 4. Dezember 2013 im Grazer Rathaus

Graz (OTS/IRE) - Eine erfolgreiche Integrationspolitik kommt ohne das Engagement der Regionen und Kommunen nicht aus. Zwar kann der Nationalstaat Rahmenbedingungen schaffen, detaillierte Konzepte müssen allerdings von den Kommunen ausgearbeitet werden. Migration darf nicht als Problem, sondern als Chance mit Potenzial angesehen werden, führt Dr. Franz Schausberger, Vorstand des Instituts der Regionen Europas (IRE), die 90 Teilnehmer in das Thema der Fachkonferenz "Integrationspolitik auf regionaler und lokaler Ebene" am 4. Dezember 2013 im Grazer Rathaus ein. Eine Willkommenskultur seitens der Bevölkerung muss begonnen werden, um der derzeit herrschenden Skepsis entgegenzuwirken.

Lelia Hunziker, Geschäftsführerin Integration Aargau aus der Schweiz, führt den Gedanken weiter: "Es gibt kein Patentrezept, da auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Gemeinden eingegangen werden muss. Jede Gemeinde weist eine unterschiedliche Zusammensetzung von Ethnien, Kulturen und Religionen auf." Dr. Andreas Kiefer, Generalsekretär des Kongresses der Regionen und Gemeinden des Europarates, unterstreicht die Wichtigkeit der wirtschaftlichen Selbstständigkeit der MigrantInnen, die in guter Integration resultiert. Filip Radunovic, Projektmanager der ERSTE Stiftung im Programmbereich EUROPA fügte hinzu:"Österreich sollte stolz darauf sein, ein Einwanderungsland zu sein. Als ein Teil Europas werden wir global auf dem Abstellgleis zurückbleiben, wenn wir nicht endlich begreifen, dass nur durch erfolgreiche Integration neue Fenster in die ganze Welt geöffnet werden." Grazer Stadtrat für Integration Detlev Eisel-Eiselsberg resümiert, dass eine gute Bildung ein wesentlicher Faktor für gute Integration ist. Graz erfüllt eine besondere Rolle, da sie als erste Stadt in Österreich einen MigrantInnenrat eingeführt hat. Eine Deklaration von Graz wird im Laufe der Konferenz ausgearbeitet. Die Veranstaltung wurde von dem Institut der Regionen Europas (IRE), in Zusammenarbeit mit dem Staatssekretariats für Integration, der Stadt Graz sowie dem Kongress der Gemeinden und Regionen des Europarates, anlässlich der österreichischen Präsidentschaft, organisiert.

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