Salzburg AG und Österreichische Bundesforste AG: Grundstein für Kraftwerksprojekt Fritzbach gelegt

Salzburg (OTS) -

  • Kleinwasserkraftwerk liefert ab Mitte 2015 Ökostrom für 7.300 Haushalte
  • Anrainergemeinden unterstützen das Projekt

Heute, Mittwoch, den 4. Dezember, wurde in Pfarrwerfen der symbolische Grundstein für das Kraftwerk Fritzbach gelegt. Landeshauptmann Wilfried Haslauer, die Vorstände von Salzburg AG und Österreichische Bundesforste AG, Leonhard Schitter und Georg Schöppl sowie die Vertreter der drei Anrainergemeinden, Bürgermeister Bernhard Weiß (Pfarrwerfen), Bürgermeister Rupert Bergmüller (Hüttau) und Vizebürgermeister Hansjörg Obinger (Bischofshofen) befürworten das wichtige Ökostromprojekt.

Landeshauptmann Wilfried Haslauer: "Wenn wir in Salzburg die Energiewende schaffen wollen, müssen wir alle Formen der erneuerbaren Energiegewinnung nutzen. Dabei gilt es aber auch, auf die Effizienz zu achten. Denn Strom muss auch in Zukunft für die Salzburger Haushalte und Wirtschaftsbetriebe leistbar bleiben. Wasserkraft ist in Salzburg die wirtschaftlichste und effizienteste Form der Ökostromgewinnung. Das Kraftwerk Fritzbach ermöglicht es, saubere Energie mit einem minimalen Eingriff in den Naturraum zu erzeugen." Salzburg AG-Vorstand Leonhard Schitter ergänzt: "Die Salzburg AG ist bereits jetzt einer der führenden Ökostromanbieter und wir wollen unsere Ökostromproduktion weiter ausbauen. Wasserkraft ist dabei das Rückgrat der heimischen Stromversorgung. Ab Sommer 2015 wird das Kraftwerk Fritzbach Ökostrom für 7.300 Haushalte produzieren. Damit können wir die Abhängigkeit von Stromzukäufen weiter reduzieren. Mit einer Investition von rund 29 Millionen Euro leisten wir auch einen wichtigen Impuls für die heimische Wirtschaft." Auch Georg Schöppl, Vorstand der Österreichischen Bundesforste AG freut sich über den Baubeginn: "Mit der Betreuung und Bewirtschaftung von 10 Prozent der Staatsfläche ist die ÖBf AG der größte Naturraumbetreuer und Bewirtschafter von Fließgewässern. Um unsere Naturschätze auch für nachfolgende Generationen zu erhalten, achten wir beim Bau neuer Kraftwerke auf die größtmögliche ökologische Verträglichkeit. Das Kraftwerk Fritzbach ermöglicht es, die Wasserkraft umweltschonend zu nutzen. Zusätzlich werden künftig rund 20.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart."

Gemeindeübergreifendes Projekt nutzt Synergien

Das Kraftwerk ist ein Gemeinschaftsprojekt von Salzburg AG und Österreichischen Bundesforste AG und erstreckt sich über drei Pongauer Gemeinden. Am Ortsende der Gemeinde Hüttau wird die Wasserfassung für das Kraftwerk errichtet. Von dort wird ein Teil des Bachwassers durch eine 8.700 Meter lange Druckrohrleitung, die in Abschnitten auf Hüttauer, Bischofshofener und Pfarrwerfener Gemeindegebiet liegt, bis zur Mündung des Fritzbachs in die Salzach geleitet. Das Krafthaus befindet sich etwa 160 Meter tiefer in Pfarrwerfen am Gelände des bestehenden Salzachkraftwerkes Kreuzbergmaut.

Bernhard Weiß, Bürgermeister der Gemeinde Pfarrwerfen: "Ich bin für den Ausbau der Wasserkraft, wenn sich dieser mit dem Natur- und Gewässerschutz vereinbaren lässt. Das Kraftwerk Fritzbach ist ein gutes Beispiel dafür - wie die Ergebnisse der strengen Prüfung durch die Behörden bestätigten. Durch das Projekt wird kaum Naturraum bebaut: Die Verlegung der Druckrohrleitung erfolgt Großteils unter der bestehenden Landesstraße und durch die Errichtung des Krafthauses am Gelände des Kraftwerkes Kreuzbergmaut können vorhandene Einrichtungen und Anlagen mitgenutzt werden."

Hüttaus Bürgermeister Rupert Bergmüller: "Uns war es wichtig, dass insbesondere der Pendlerverkehr während der Bauarbeiten nicht eingeschränkt wird. Die Landesstraße wird fast durchgängig, zumindest einspurig, für den Verkehr frei bleiben. Im Rahmen des Projektes werden auch Abstürze des Fritzbachs rückgebaut und weitere ökologische Verbesserungen gesetzt. Die Prüfung durch die Behörden bestätigt, dass es durch das Kraftwerk zu keiner Beeinträchtigung des Hochwasserschutzes kommt. Im Bereich der Wasserfassung kann dieser sogar verbessert werden."

Hansjörg Obinger, Vizebürgermeister der Gemeinde Bischofshofen:
"Mit dem Bau des Kraftwerkes Fritzbach kommen wir der Energiewende wieder einen Schritt näher. Wichtig ist mir, dass solche wichtigen Projekte in enger Zusammenarbeit mit der Bevölkerung realisiert werden. Durch die Bereitschaft der Projektpartner können Verbesserungen der Infrastruktur in Pöham umgesetzt werden."

Technische Daten Kleinwasserkraftwerk Fritzbach

Kraftwerkstype: Laufkraftwerk Turbine: 6-düsige Peltonturbine Engpassleistung: 5.400 kW Jahreserzeugung: 28 Mio. kWh Strom Ausbauwassermenge: 4,5 m3/s Fallhöhe brutto: 160 m Druckrohrleitung: Länge: 8.700 m, Durchmesser: 1.600 mm Netzanbindung: über 30-kV-Kabel ins regionale Verteilnetz

Rückfragen & Kontakt:

Sigi Kämmerer, Hilde Fabry, Salzburg AG
Tel.: 0662/8884-2802
pr@salzburg-ag.at
www.salzburg-ag.at/presse

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SAG0001